2 000 Unterschriften gegen Zwangsprostitution übergeben

Die Aalener Frauenbeauftragte Uta-Maria Steybe und Dr. Annette Speidel von der Kontaktstelle SOLWODI überbrachten heute an Oberbürgermeister Martin Gerlach das Abschlussblatt der Unterschriftenaktion gegen Zwangsprostitution stellvertretend für die Mappe mit 2 000 Unterschriften.

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„Wir danken Ihnen, dass Sie die Resolution der baden-württembergischen Oberbürgermeister gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution unterzeichnet haben. Damit wollen wir erreichen, dass diesen schweren Menschenrechtsverletzungen Einhalt geboten wird“ wandte sich Dr. Annette Speidel an das Stadtoberhaupt. Der Kampf gegen die Zwangsprostitution dürfe auch nach der Fußball-Weltmeisterschaft nicht nachlassen. Gerlach zeigte sich beeindruckt von der Solidarität in der Bevölkerung und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass auch in Zukunft die Menschen für dieses hochaktuelle Thema sensibilisiert werden können und bezeichnete die Aktion als großen Erfolg.

In Aalen und Umgebung war ein großes Netzwerk von Helfern an der Aktion beteiligt, bei der auch sehr viele Männer ihre Solidarität mit den zwangsprostituierten Frauen ausgedrückt haben und sich für intensive Bekämpfung dieser modernen Form der Sklaverei aussprechen.

Die Unterschriften aus ganz Deutschland, gesammelt von verschiedenen Organisationen, werden nach der Sommerpause Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. Ziel der Aktion ist es, dass mehr politische und juristische Möglichkeiten geschaffen werden, um den organisierten Menschenhandel einzudämmen. Auch der Ostalbkreis ist von dieser Problematik nicht ausgeschlossen, wie der momentan laufende Menschenhandelsprozess in Ellwangen zeigt.
© Stadt Aalen, 09.08.2006