20. Aalener Wirtschaftsrunde mit Arbeitnehmervertretern stößt auf große Resonanz

Der Oberbürgermeister der Stadt Aalen lädt im jährlichen Wechsel Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter zur Aalener Wirtschaftsrunde ein. Das aktuelle Treffen stand im Zeichen der Betriebsräte und Gewerkschaften, mit welchen sich die gesamte Verwaltungsspitze intensiv austauschte.

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Oberbürgermeister Martin Gerlach konnte gemeinsam mit den Dezernenten Jutta Heim-Wenzler und Wolf-Dietrich Fehrenbacher sowie dem Team der Kämmerei vor sehr gut besuchten Reihen referieren. Insgesamt waren 21 Arbeitnehmervertreter der Einladung des Stadtoberhauptes in den Gasthof Grauleshof gefolgt.

"Wir haben viele Anforderungen vor der Brust, können aber mit dem Unternehmen Stadt sehr zufrieden sein", eröffnete Gerlach. Die Steuerbelastung konnte über die vergangenen Jahre für Bürger und Gewerbetreibende auf gleichem Niveau gehalten werden, obwohl die Aufgaben der Kommune und damit der Finanzbedarf stetig gestiegen sind. Trotzdem hat die Stadt Aalen alle Konjunkturprogramme, etwa zur energetischen Sanierung der städtischen Gebäude in Anspruch genommen, um dem Handwerk in den Krisenzeiten zu helfen.

Besonders am Herzen liegt dem Stadtoberhaupt sein "Konzern Stadt" mit 1300 Mitarbeitern, davon etwa 850 bei der Stadtverwaltung. Eine funktionierende Verwaltung sei eine maßgebliche Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg und Planungssicherheit für alle. Mit regelmäßigen Fort- und Weiterbildungen, ca. 140 Arbeitszeitmodellen, Freistellungsmöglichkeiten und Wiedereinstiegsplanungen wies er nur auf einen Ausschnitt der Leistungen hin, welche die Stadt Aalen den eigenen Mitarbeiter biete. Mit der bunter werdenden Gesellschaft würden unter Federführung des Integrationsbeauftragten seit einiger Zeit auch Kurse zur Steigerung der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiter angeboten. Auch in Zeiten der Krise hätte die Stadt Aalen stets mehr als 50 junge Menschen in den eigenen Reihen ausgebildet.

Mit einer Quote von aktuell 25% bei der U3-Betreuung liegt die Stadt Aalen weit über dem Landesdurchschnitt und wird die gesetzlich vorgegebene Zielvorgabe von 34% bis zum Jahr 2013 erreichen. Dies bekräftigte auch Sozialdezernent Fehrenbacher. Martin Gerlach forderte die Anwesenden auf, der Stadtverwaltung betriebliche Bedürfnisse in diesem Bereich mitzuteilen. Man könne zwar nicht jedes Problem ad hoc lösen, auch wenn die zuständigen Mitarbeiter überaus engagiert seien. Um bedarfsgerecht für die Zukunft planen zu können, benötige man aber alle Informationen aus der Praxis.
© Stadt Aalen, 23.11.2011

Betriebsrat der Firma FB Lehmann dankt der Stadt

Trotz gegenteiliger Prognosen konnte die Stadt Aalen in letzter Zeit Einwohner gewinnen. "Dies spricht für die Dynamik und die gute Zusammenarbeit aller Akteure in unserer Stadt Aalen. Ich danke Ihnen auch für Ihr besonnenes Vorgehen während der Krise gemeinsam mit den Arbeitgebern. Hier war dieses Miteinander als Markenzeichen für die Stadt Aalen mit entscheidend", so Gerlach. Der komplett anwesende Betriebsrat der Firma FB Lehmann nutzte den Abend, um der Stadt Aalen den Dank für die intensive Unterstützung während der vergangenen schwierigen Monate zu übermitteln. Dies war auch ein moralisches Element während der Verhandlungen. "Danke, dass sich die komplette Führungsriege der Stadt Aalen regelmäßig Zeit für die Belange der Arbeitnehmer am Standort Aalen nimmt" schloss der stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Josef Mischko seine Ausführungen. Zuvor hob er die immensen Anstrengungen der Arbeitnehmer und Betriebsräte während der vergangenen Krisenzeit hervor. "Ohne die Vernunft und Weitsicht auch anwesender Betriebsräte hätte es um das weitere Bestehen einiger Betriebe Fragezeichen geben müssen", so Mischko. Als weitere Themenfelder nannte Mischko die steigende Quote von Zeitarbeitnehmern sowie nicht besetzte Stellen in den Bereichen Pflege und Betreuung. Das Thema Fachkräftemangel sieht Mischko lediglich bei einigen Branchen als problematisch an, jedoch müsse die Zahl von 1000 Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz oder in Maßnahmen zur Qualifizierung und in Warteschleifen in der Region aufrütteln. Nach langer Diskussion mit lebhafter Beteiligung auch der anwesenden Gemeinderäte bekräftigten alle Anwesenden den Wunsch, diesen Austausch fortzusetzen.