22. Aalener Wirtschaftsrunde - Großes Interesse seitens Gewerkschaften, Betriebs- und Personalvertretern

Was trägt zur dynamischen Entwicklung einer Stadt bei? Auf welche positiven Impulse setzt die Stadt Aalen? Mit diesen Fragen hat sich die 22. Aalener Wirtschaftsrunde befasst. Turnusgemäß hatte Oberbürgermeister Thilo Rentschler dazu in diesem Jahr Aalener Betriebs- und Personalräte sowie zahlreiche Gewerkschaftsvertreter eingeladen. Es nahmen auch Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen teil.

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Zu Beginn umriss Rentschler seine Themenschwerpunkte. Inklusion und Integration, wichtige Projekte der Stadtentwicklung und ein gut und breit aufgestelltes Wohnungsangebot sind für ihn die Eckpfeiler eines attraktiven Standorts. Aalen habe Nachholbedarf. Deshalb gelte es einige zentrale Projekte in den kommenden Jahren voranzubringen. Dazu zählen die Bauprojekte "Am Stadtgarten" und "Stadtoval" ebenso wie ein Integrationsbeauftragter für die Stadt Aalen und die Fortschreibung des Schwerpunktthemas "Bildung und Betreuung".
Für die beschriebenen Konzepte erhielt das Stadtoberhaupt große Zustimmung.

Josef Mischko trug als Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB dem neuen Oberbürgermeister auch Wünsche vor. So solle das Schulentwicklungskonzept möglichst schnell umgesetzt werden. Die Hallenkosten bei Abschlussfeiern müssten auf den Prüfstand. Auch beim Thema Ausbildung sei die Stadt als Mittler zwischen Schule, Betrieb und Politik gefragt. Mischko bat insbesondere um Vermittlung für Ausbildungen im Verkauf und im Gaststättengewerbe.
Besonders für die Kliniken im Ostalbkreis, allen voran das Ostalbklinikum, erhoffen sich die Gewerkschafter Unterstützung. Einige Servicegesellschaften der Kliniken im Ostalbkreis arbeiteten ohne Tarifvertrag und auch die gesetzliche Personalbemessung sehe man kritisch, hieß es in der Runde. Dem Fachkräftemangel in einigen Bereichen könne man nur gemeinsam begegnen, entgegnete Rentschler. Zwar sei der Ostalbkreis für die Kliniken Herr des Verfahrens, für eine Hilfestellung stehe die Stadt Aalen jedoch stets zur Verfügung, so Rentschler.

In anderen Bereichen werde man vom eigenen Erfolg eingeholt, denn bei einer Arbeitslosigkeit von unter vier Prozent könnten viele Stellen nicht mit Arbeitskräften aus der Region besetzt werden. Hingegen verlören manche Berufe an Attraktivität.

Roland Hamm, Vertreter der IG Metall, lud Rentschler ein, sich in Gremien und bei Firmenbesuchen für die Belange der Arbeitnehmer am Wirtschaftsstandort einzusetzen. Hier könne das Stadtoberhaupt zur Diskussionskultur beitragen und positive Impulse setzen. Vor allem die Gewerkschaften und Arbeitnehmer hätten durch Einkommensverzicht dazu beigetragen, dass die zurückliegende Wirtschaftskrise in Aalen relativ wenige Spuren hinterlassen habe.

OB Rentschler sagte zu, dass er die Anregungen des Abends aufnehmen und in die tägliche Arbeit der Stadtverwaltung einbringen werde.
© Stadt Aalen, 03.12.2013