25 Jahre Geschwindigkeitsmessung in Aalen

Vor einem Vierteljahrhundert wurde bei der Stadt Aalen der städtische Vollzugsdienst eingerichtet, um die Polizei bei der Verkehrsüberwachung zu entlasten. Bis heute wurden vom Team der Ordnungshüter bei mobilen Messungen knapp 250.000 Geschwindigkeits-Überschreitungen festgestellt.

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Nach einem Beschluss des Gemeinderats starteten am 16. Mai 1988 bei der Stadt Aalen drei Mitarbeiter, um dem gestiegenen Verkehrsaufkommen Herr werden zu können. Das Team war fortan mit einem blauen VW Passat an Unfallschwerpunkten im Stadtgebiet zur Geschwindigkeitskontrolle im Einsatz. Die allererste Messstelle war in der Ziegelstraße. In dieser Straße wurde auch der erste stationäre „Blitzer“ 1992 aufgestellt. Mittlerweile sind im Stadtgebiet 26 feste Messstellen vorhanden. Bei diesen wurden seit 1992 insgesamt 500.000 zu schnelle Verkehrsteilnehmer registriert.

Der technologische Fortschritt hat auch bei der Verkehrsüberwachung nicht halt gemacht. Wurden die Bilder in den ersten Jahren noch auf rotlichtempfindlichem Nassfilm aufgenommen, erfolgt dies heute auf einem USB-Stick. Seit 2008 wird eine digitalisierte Überwachungsanlage eingesetzt, welche die Fahrzeuge mit drei Lichtsensoren misst. Das Gerät wurde von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig zugelassen und wird jährlich geeicht.
Die Erkennbarkeit der Nummernschilder und Gesichter auf den Bildern ist im Lauf der Jahre auch deutlich besser geworden. Mittlerweile werden die Fahrzeuge von vorne und hinten fotografiert, was die Identifikation vereinfacht. Auch Motorradfahrer können sich nicht mehr ungestraft in Wohngebieten und Landstraßen dem Geschwindigkeitsrausch hingeben.
© Stadt Aalen, 17.05.2013

Monatliche Planung der Messstellen

Jeden Monat wird für die Radarkontrollen auf der gesamten Aalener Gemarkung ein Plan aufgestellt. Insgesamt gibt es 120 Straßen, die hierfür in Frage kommen. Bei der Planung werden Anregungen der Verkehrsschau aufgegriffen, aber auch Wünsche aus der Bevölkerung und von Stadt- und Ortschaftsräten werden berücksichtigt. Die Geschwindigkeitsmessung erfolgt in der Regel werktags zwischen 5.30 bis 23.30 Uhr. Für die darüber hinausgehende Überwachung ist die Polizei zuständig. Jedes Jahr werden zwischen 8000 und 10000 Geschwindigkeitsüberschreitungen bei der mobilen Kontrolle festgestellt. Innerorts fahren im Schnitt drei Prozent der Fahrzeuge zu schnell und außerorts fünf Prozent. Die Unfallstatistiken sprechen für den Erfolg der Verkehrsüberwachung. Die Zahl der Unfalltoten ist im Laufe der Jahre zurückgegangen. Ein Zusammenhang zu den Kontrollen kann auch daran abgelesen werden, dass die Geschwindigkeiten der Autofahrer an Stellen zurückgehen, wo häufig überwacht wird. Auch sehr hohe Tempo-Überschreitungen sind deutlich gesunken. Trotz aller Vernunft der Autofahrer brauchen die Beschäftigten des Vollzugsdienstes ein dickes Fell. Kleinere und größere Beleidigungen sind an der Tagesordnung.