30 Jahre Patenschaft für Wischauer Sprachinsel

Mit einem Festakt am Sonntag hat die Stadt Aalen die Patenschaft für die Wischauer Sprachinsel bekräftigt. Oberbürgermeister Gerlach würdigte den 11. September 1980 als besonderen Tag, als sein Vorgänger Ulrich Pfeifle und der erste Vorsitzende Leo Kutscherauer die Patenschaftsurkunde unterzeichnet hatten. Damals wie heute sei eine längst bestehende Verbindung mit den Wischauern gefestigt worden.

Die Stadt werde die Arbeitsgemeinschaft auch in Zukunft fördern und unterstützen, versicherte das Stadtoberhaupt. Die Hoffnungen und Absichten, die der Gemeinderat in seinem Beschluss 1980 formuliert habe, sei wahr geworden." Die Stadt bringt mit der Übernahme der Patenschaft ihre Verbundenheut zu den Wischauern und den Willen zur Bewahrung und Förderung ihrer kulturellen Tradition zum Ausdruck."
© Stadt Aalen, 13.09.2010

Kinder und Enkel pflegen das Erbe

Die Arbeitsgemeinschaft Wischauer Sprachinsel wurde 1951 gegründet mit dem Ziel, das kulturelle Erbe der ehemaligen Heimat zu pflegen. "Die 972 Wischauer aus Gundrum, Hobitschau, Kutscherau, Kissowitz, Rosternitz, Swonowitz, Tescherau und Tschechen, die nach dem Krieg hier ankamen, haben längst eine schwäbische Heimat" sagte die erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Rosina Reim. Der Europagedanke beherrsche die grenzüberschreitende Arbeit der Wischauer in der ehemaligen Heimat, und natürlich werbe die Gemeinschaft dort auch immer für ihre Patenstadt Aalen. Der Ausstellungsraum der Wischauer Sprachinsel - demnächst mit neuem Domizil in Fachsenfeld-, das Wappen im Pflaster der Marktstraße und Straßennamen seien Bausteine der ernsthaften Patenschaft.