30 Jahre Städtepartnerschaft mit Christchurch

Die 37. Reichsstädter Tage standen im Zeichen des 30-jährigen Partnerschaftsjubiläums, das am Sonntag nachmittag offiziell gefeiert wurde. Nach dem passenden Auftakt durch die Royal British Legion Band blickten Oberbürgermeister Martin Gerlach und Christchurch's Bürgermeisterin Sue Spittle auf die Anfänge der Partnerschaft zurück, warfen zugleich aber auch einen Blick in die Zukunft.

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Die Städtepartnerschaft habe in den letzten 30 Jahren Aalen in vielfältiger Weise geprägt, so das Stadtoberhaupt. "Eine Städtepartnerschaft mit England war 1981 noch sehr schwierig. Es brauchte Mut, Fragen zu stellen und die Fragen des anderen zu beantworten. Es war eine Herausforderung, sich in die Augen zu sehen und zuzulassen, vom anderen den Spiegel vorgehalten zu gekommen."

Bei den deutsch-britischen Beziehungen sei in starkem Maße die Initiative von Einzelpersonen notwendig gewesen, welche die Herausforderung angenommen haben, einen gemeinsamen Weg für Europa zu finden. "Auf diesem Weg sind sich inzwischen zahlreiche Menschen aus Christchurch und Aalen begegnet, haben sich kennen und schätzen gelernt. Ich danke allen, die sich in all den Jahren dafür stark gemacht haben." Besonders begrüßte und honorierte er die damaligen Motoren der Partnerschaft, Oberbürgermeister a.D. Ulrich Pfeifle, Donald Jarvie von der Stadtverwaltung Christchurch und John Peek vom Round Table Club.

Christchurch sei für viele Aalener ein vertrauter Ort geworden und Aalen gewiss auch für die Menschen aus Christchurch. Daher überreichte Gerlach Sue Spittle eine Fotografie des Ensembles um den Marktbrunnen mit Kaiser Joseph I., dem alten Rathaus und dem Spionrathaus, welches Teil der Ausstellung "Aalen - So gesehen" gewesen sei. "Lassen Sie uns alles tun, damit wir immer wieder im Vertrauten Neues entdecken und unsere Freundschaft um immer neue Facetten bereichern."
© Stadt Aalen, 11.09.2011
Hanna Fischer, Partnerschaftsverein, Bürgermeisterin Sue Spittle, Oberbürgermeister Martin Gerlach, Partnerschaftsvereins-Vorsitzende Hildegard Stehle, Howard Piper, Vorsitzender der Town Twinning Organization und Hermann Schludi, Partnerschaftsverein (von rechts)

Möge die Flamme der Partnerschaft nie erlöschen

Die Bedeutung von Partnerstädten hob Bürgermeisterin Sue Spittle hervor. Als im Frühjahr ein Erdbeben die gleichnamige Partnerstadt Christchurch in Neuseeland erschüttert hatte, seien Spendenaktionen durchgeführt und ein Kondolenzbuch ausgelegt worden. "Auch zwischen Aalen und Christchurch hat sich in den letzten 30 Jahren bemerkenswertes ereignet. Partnerschaften geben vor allem jungen Menschen die Chance, über Grenzen hinweg Kulturen zu erleben und Freundschaften zu schließen. Die Gemeinsamkeiten der beiden Städte haben ein gutes Fundament gebildet für die Beziehungen, die über diese Zeit stets gewachsen sind." Die Zahl 3 sei eine magische Zahl, erklärte die Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Aalen, Hildegard Stehle. "Die Beziehung zu Christchurch beruht auch auf 3 Säulen: Der Partnerschaftsvertrag, der alle Bürger mit einbezieht, der Partnerschaftsverein, der die Beziehung mit Leben erfüllt und die beiden Round Table Clubs." Sie überreichte einen 3-gliedrigen Kerzenleuchter an Howard Piper, Vorsitzender der Town Twinning Association mit den Worten "Die Flamme unserer Partnerschaft möge nie erlöschen!" Howard Piper überbrachte beste Grüße von den Menschen in Christchurch. Er war höchst erfreut, während des ganzen Wochenendes wieder so viele Freunde getroffen zu haben. Die Beziehung würde stets weiter ausgedehnt, wie dieses Jahr mit Einbeziehung der Royal British Legion Band. Zuletzt dankte er vielen Weggefährten und Motoren der Städtepartnerschaft und den Gastfamilien für die freundliche Umsorgung und Beherbergung.