31. Agenda-Parlament wählt Agendarat

15 Jahre Agenda 21 in Aalen. Die lokale Agendabewegung ist lebendig und erfolgreich. Rund 100 Projekte wurden in diesem Zeitraum angestoßen, berichtete Sprecher Prof. Ulrich Holzbaur vor dem 31. Agenda-Parlament im Torhaus. Und auch Oberbürgermeister Thilo Rentschler lobte das große bürgerschaftliche Engagement der Aktiven, die ehrenamtlich tätigen Stadträtinnen und Stadträte eingeschlossen: „Danke, dass Sie sich einbringen und dazu beitragen, die Welt etwas besser zu machen.“

(© )
Seine volle Unterstützung sagte Rentschler der lokalen Agenda 21 zu. Bürgerschaftliches Engagement und Agenda-Arbeit werde mit weiteren Themen der Stadt- und Quartiersentwicklung zur Chefsache. Besonders wichtig sei es ihm, naturnahe Räume zurück zu erobern und Gewässer wie Kocher, Aalen und Rombach erlebbarer zu machen. Zudem solle Aalen Fairtrade-Stadt werden. „Wenn der Gemeinderat den Beschluss gefällt hat, müssen wir das umsetzen und mit Leben füllen“, sagte Rentschler. An seinen Aussagen, die er bereits im OB-Wahlkampf gemacht habe, werde er sich messen lassen.
© Stadt Aalen, 16.10.2013

Impulsreferat über den Flächenverbrauch

Das Impulsreferat über Ursachen und Folgen des Flächenverbrauchs hielt der Landschaftsarchitekt Andreas Walter. In Baden-Württemberg werden, so Walter pro Tag 6,3 Hektar Fläche, das entspricht neun bis 10 Fußballfeldern für Siedlungs- und Verkehrszwecke der Land- und Forstwirtschaft entzogen. „Und das, obwohl wir weniger werden und Mühe haben werden, die Infrastruktur wie Schulen, Straßen und Kindergärten zu erhalten.“ Aalen sei in vielen Bereichen sehr fortschrittlich, wie zum Beispiel im Baulückenkataster und der Maßgabe „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“. Weitere Maßnahmen, wie Bauzwang, eine Grundsteuer C und die Nachverdichtung könnten den übermäßigen Flächenverbrauch stoppen. $(text:b:„Alle in dieser Stadt gehören zusammen“)$ Rosemarie Wilhelm stellte im Anschluss die Agendagruppe „Kulturküche“ vor. Aus der inzwischen auch als Verein geführten Gruppe ist das Kino am Kocher, der internationale Garten und die Arbeitsgemeinschaft Märchenbrunnen entstanden. Sehr gefragt sind die interkulturellen Kochabende, die zu dem ersten Aalener Kochbuch „Aalen is(s)t international geführt haben. Neuestes Proejekt i st das Café Kulturküche in der Villa Aufwind in der Alten Heidenheimer Straße 17. Dort treffen sich Absolventen von Sprach- und Integrationskursen zum Spielen, Lernen, Reden und Basteln. Das Agendaparlament billigte der Agendagruppe einen Zuschuss von 1000 Euro. $(text:b:Kontinuität der Agenda-Arbeit)$ Bei den anschließenden Wahlen des Agendarates wurden Hiltrud Bader-Fachet, Karlheinz Gsell, Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, Rudolf Kaufmann, Klaus Köhle und Martin Kunz in ihren Ämtern bestätigt. Fir die ausscheidende Irmgard Hoch wurde Wolf-Gerd Zanker in das Gremium gewählt.