Aalen bei Kinderbetreuung erstklassig

Die Stadt Aalen beweist einmal mehr, dass sie bei der Kinderbetreuung eine Spitzenposition einnimmt. Besonders erfreulich ist, dass Aalen bereits jetzt die Ziellinie überschritten hat und eine Versorgungsquote von 34 % für Kleinkinder ab einem Jahr erfüllen kann. Sie kann somit dem Rechtsanspruch, der ab September 2013 gilt, gelassen entgegen sehen. Für Bildung und Betreuung investiert die Stadt im Jahr 2012 insgesamt über 23 Millionen Euro.

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„Eine hochwertige Kinderbetreuung wird immer mehr zum Standortvorteil für Kommunen und ist wichtiger Baustein in der Zukunftssicherung von Betrieben. Aalen präsentiert sich besonders kinder- und familienfreundlich. Einmal mehr nehmen wir bei der Kinderbetreuung eine Vorreiterrolle ein und spielen in der ersten Liga“ betont Oberbürgermeister Martin Gerlach.

Der Gemeinderat verabschiedet in seiner Sitzung am Donnerstag 19. Juli 2012 den Kindertagesbetreuungsplan 2012 (AKITA). Er ist ein Spiegelbild der vielfältigen Aalener Kinderbetreuungslandschaft. Dieses Werk ist für alle in der Kinderbetreuung Engagierten und Interessierten ein unverzichtbares Nachschlagewerk und zeigt auf, wohin die Reise gehen soll. Es wird ein detaillierter Ausblick auf den langfristigen Betreuungsbedarf gegeben, vom Krippen- bis zum Schulkindbereich. 21 Träger von 45 Kinderbetreuungseinrichtungen bieten derzeit insgesamt rund 2.400 Plätze an.

Der AKITA steht ab sofort auch im Internet unter www.aalen.de zur Verfügung.
© Stadt Aalen, 17.07.2012

Ausbau der U3-Betreuung

Zum 1. September dieses Jahres stehen in Aalen bis zu 500 Plätze für Kinder unter 3 Jahren zur Verfügung. Gegenüber 2011 wurden somit erneut 100 weitere Plätze geschaffen. Stadt Aalen hat dadurch bereits jetzt ihr Ziel für das Jahr 2013 erreicht und kann eine Versorgungsquote von 34 Prozent vorweisen. Bei der U3-Betreuung herrscht eine außerordentliche Dynamik. Im Jahre 2006 standen in Aalen noch 126 Plätze zur Verfügung. Dieses Angebot wurde in den letzten 6 Jahren vervierfacht. In unserer Gesellschaft hat sich diesbezüglich eine grundlegende Veränderung ergeben. Die Stadt Aalen ruht sich allerdings nicht auf dem Erreichten aus, denn der tatsächliche Bedarf kann sich noch weiter nach oben bewegen. In Aalen ist mittelfristig von zumindest 40 Prozent Nachfrage auszugehen, denn der Rechtsanspruch bemisst sich nicht an einer festen Quote, sondern nach dem tatsächlichen Bedarf in einer Stadt. Da schon 40 weitere Plätze geplant sind, beträgt die erfüllte Quote 2013 bereits 37 Prozent. $(text:b:Rückgang der Kinderzahlen)$ Eine Prognose für die nächsten 10 Jahre zeigt, dass sich der Rückgang der Kinderzahlen stetig fortsetzt. In der Altersgruppe von 0 bis 2 Jahren ist ein Rückgang um 200 Kinder (13 Prozent) zu verzeichnen, Kindergartenkinder von 3 bis 6 Jahren gehen um 436 Kinder zurück (19 Prozent), die Altersgruppe von 7 bis 10 Jahren um 618 Kinder (24,3 Prozent) und von 11 bis 13 Jahren um 476 Kinder (22,3 Prozent). Ein großer Teil der U3-Plätze wurde durch Umstrukturierung innerhalb bestehender Einrichtungen geschaffen. Insbesondere durch altersgemischte Gruppen konnte so der Rückgang der Kindergartenkinder kompensiert werden. Es ist geplant, noch im Herbst 2012 einen zweiten Betreuungsgipfel zu organisieren, um wieder mit allen Beteiligten geeignete, zukunftsweisende Strategien zu entwickeln. $(text:b:Ausblick)$ Im Herbst dieses Jahres wird die von der Stadt finanzierte und von der AWO getragene Krippe am Ostalb-Klinikum eröffnet. Ebenfalls im Herbst wird die kath. Gesamtkirchenpflege mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung der Stadt die Kindertagesstätte St. Vinzenz an der Stuttgarter Straße grundlegend sanieren und erweitern. Dort entstehen neu zwei Krippengruppen sowie eine Ganztagesbetreuung. Der Waldorfkindergarten wird eine von der Stadt wesentlich mitfinanzierte Krippengruppe, im Zusammenhang mit einer grundlegenden baulichen Lösung, ab dem Jahr 2013 verwirklichen. $(text:b:Gemeinsame Standards in der Kinderbetreuung)$ Einzigartig ist, dass in Aalen ab 1. September 2012 für alle 21 Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen gemeinsame Standards gelten. Dies ist ein Meilenstein in der Qualitätsentwicklung. Das Gesamtpaket beinhaltet unter anderem einen einheitlichen Personalschlüssel, verbunden mit der Schaffung von 18 weiteren Erzieherinnenstellen, sowie ein gemeinsames, transparentes Elternbeitragssystem mit sozialen Gesichtspunkten. Nicht zuletzt wird die laufende Finanzierung aller Kitas durch die Stadt bis 2015 schrittweise auf 97 % erhöht, diese Förderquote dürfte im Land Tabellenplatz 1 bedeuten. Die Stadt Aalen nimmt für diese Verbesserungen weitere 1,1 Millionen Euro in die Hand und lässt sich Bildung und Betreuung im Jahr 2012 über 23 Millionen Euro kosten, das sind rund 15 Prozent des städtischen Gesamthaushalts.