Aalen bei Nacht, Rundfahrt durch den Tiefen Stollen und mögliche Windparks visualisiert

Einen Eindruck von den Möglichkeiten der 3D-Technik können sich die Besucher der Geodaten-portals der Stadt Aalen ab kommender Woche im Internet unter www.aalen.de/geodaten verschaffen.

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Es stehen nun weitere 3D-Visualisierungen zu folgenden Themen kostenlos zur Verfügung:$(list:ul:mögliche Standorte potenzieller Windkraftanlagen im Stadtgebiet und angrenzenden Räumen~die Aalener Innenstadt und die Aalener Stadtbezirke~das Besucherbergwerk Tiefer Stollen)$ Heute stellte das Stadtmessungsamt mit den Firmen ibb Grafische Datenverarbeitung und Infitec aus Ulm Interessierten die neue Technik im Sitzungssaal des Rathauses vor.

$(text:b:Neue Geodaten in 3D)$

Die Grunddaten der 3D-Animationen konnten aus der seit Jahren beim Stadtmessungsamt eingesetzten Geoinformationssystem automatisch erzeugt werden. Die realitätsgetreue Darstellung der Gebäude und Landschaften wurde entsprechend modelliert und mit Informationen aus verschiedenen Katastern ergänzt. So kommen Bäume, Bänke und Papierkörbe, aber auch Bordsteine und Spielgeräte detailgetreu ins Bild. Besonders beeindruckend ist die exakte und räumliche Darstellung. In der Aalener Innenstadt ist somit ein virtueller Rundgang möglich, die Gebäudefassaden sind realitätsgetreu abgebildet.

Für die Aalener Stadtbezirke wurden Filme aus der Vogelperspektive produziert, die dem Betrachter jeweils einen „Rundflug“ über die Stadt ermöglichen.
© Stadt Aalen, 18.12.2012

Standorte von Windkraft-Anlagen

Die möglichen Standorte potenzieller Windkraft-Anlagen im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Aalen-Essingen-Hüttlingen sind im Geodatenportal der Stadt Aalen als virtueller Rundflug und als Computeranimationen, die eine vom Erdboden aus simulierte Betrachtung der verschiedenen „Windkraft-Vorranggebiete“ ermöglichen, für jedermann abrufbar. Die Darstellung der Standorte wurde nun der aktuellen Beschlusslage angepasst. Der Regionalverband hat im Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Aalen-Essingen-Hüttlingen vier Vorrangflächen für raumbedeutsame Windenergieanlagen ermittelt. Der Gemeinderat der Stadt Aalen und der Gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft haben im November 2012 beschlossen, sich auch im Flächenutzungsplan (FNP) auf diese vier Vorrangflächen zu beschränken. Zukünftig sollen damit raumbedeutsame Windenergieanlagen (mit einer Nabenhöhe größer 50 m) nur innerhalb der dafür im gemeinsamen FNP der Verwaltungsge-meinschaft Aalen dargestellten Konzentrationszonen in Essingen-Lauterburg, Aalen-Ebnat und Aalen-Waldhausen zulässig sein. Innerhalb dieser, im Geodatenportal blau markierten Zonen, wurde nun beispielhaft die maximale Anzahl von möglichen Windkraftanlagen dargestellt, die sich bei Einhaltung der wegen der Windabschattung zwischen den einzelnen Windrädern notwendigen Abstände ergeben könnten. Auch die möglichen Windräder auf dem Gebiet der Nachbarkommunen werden abgebildet, wenn ein Vorranggebiet über die Grenzen des Aalener Stadtgebiets hinausreicht. Außerdem werden wegen des räumlichen Zusammenhangs auch Standorte in der Vorrangfläche der Stadt Oberkochen dargestellt. Die 3D-Darstellung erlaubt es, die raumbedeutsamen Planungen und deren Auswirkungen auf fas Landschaftsbild realitätsnah zu zeigen. Das heißt aber nicht, dass genau an diesem Standorten tatsächlich Windräder aufgestellt werden. Über die realitätsnahe Darstellung im Geodatenportal werden Bürgerinnen und Bürger in den laufenden Planungsprozess einbezogen und Verständnis für die Umsetzung der Energiewende geweckt. Zu den Videos wird automatisch der zugehörige Betrachterstandort und die aktuelle Blickrichtung im Geodatenportal angezeigt. So werden räumliche Bezüge erkennbar und die Orientierung erleichtert. $(text:b:Realitätsnahe Fahrt durch den Tiefen Stollen)$ Eine weitere, ganz neue Ergänzung des dreidimensionalen Datenangebots stellt die Visualisierung des Besucherbergwerks Tiefer Stollen dar. Grundlage hierfür sind Laserscandaten aus einer Diplomarbeit von Studenten der Hochschule für Technik in Stuttgart. Diese Oberflächendaten wurden mit Fotos modelliert und zu einem 3D-Film verarbeitet, der eine realistische Einfahrt in den Tiefen Stollen erlaubt. Die modellierten Stollendaten liegen im gleichen Koordinatensystem wie das Aalener 3D-Stadt- und Landschaftsmodell vor. Dies ermöglicht Einblicke in den Erzabbau unterhalb der Ortschaft Röthardt. Durch einen virtuellen Aufbruch des Geländes kann auch die Lage des Tiefen Stollens in den geologischen Schichten am Braunenberg dargestellt werden. Mit dieser Technik lassen sich völlig neue Eindrücke des Bergbaus auf der Ostalb gewinnen.