Aalen erhält ersten Preis für Beleuchtungskonzept

Aalens Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler hat am Mittwoch, 3. Juni in Berlin den ersten Preis im Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ entgegen genommen.

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Begleitet wurde sie von Mario Hägele vom Stuttgarter Büro Bartenbach/Hägele, das für die Stadt Aalen das prämierte Beleuchtungskonzept entwickelt hat. „Wir sind stolz auf diesen ersten Preis“ betonte die Erste Bürgermeisterin. Das innovative Konzept vom Büro Bartenbach/ Hägele habe Vorbildcharakter. Bestätigt sehen sich auch die Planer durch die bundesweite Anerkennung. „Wir beschränken wir uns nicht auf Energiesparmaßnahmen, sondern beschreiten ganz neue Wege und schaffen einen neuen Erlebnisraum Stadt“ ergänzt Lichtplaner Hägele. „Aalen ist Vorreiter einer zukunftsorientierten und effizienten Stadtillumination, davon werden sich ab Herbst viele Besucher überzeugen“.

Im Rahmen der Konferenz „Kommunaler Klimaschutz – Ideen, Impulse, Innovationen“ des Bundesumweltministeriums überreichte Staatssekretär Mathias Machnig die Preise an 18 Städte und Gemeinden. Die Prämierung erfolgte gestaffelt nach Einwohnerzahlen. In der Kategorie der Städte von 50.000 bis 100.000 Einwohner konnte die Stadt Aalen vor Kaiserslautern und Lippstadt den ersten Preis erlangen. Zuvor hatte eine Fachjury Umweltminister Sigmar Gabriel die Preisträger unter 180 Bewerbern zur Auszeichnung empfohlen.

Das Aalener Beleuchtungskonzept wird im August und September umgesetzt. Das optimale Verhältnis von Energieeinsatz und Wirkung überzeugte die Jury. Die neuen Leuchten benötigen nur 40 Prozent der Energie und sorgen dennoch für eine wesentlich bessere Beleuchtung des Stadtraumes. Die Stadt Aalen kann für das Vorhaben aufgrund der erfolgreichen Wettbewerbsteilnahme Fördermittel aus dem Umweltinnovationsprogramm des Umweltministeriums erhalten. „Mit diesem ersten Preis haben wir gute Chancen auf Förderung“ sagte Heim-Wenzler. Der Antrag werde die nächsten Tage gestellt.
© Stadt Aalen, 03.06.2009

Einsparpotential Stadtbeleuchtung

Der Wettbewerb wurde initiiert, weil rund ein Drittel der Straßenbeleuchtung in Deutschland 20 Jahre und älter ist und damit nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Veraltete Straßenlampen verursachen unnötig hohe Energiekosten und sind oftmals sehr wartungsanfällig. Die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken benötigt derzeit noch soviel Strom wie rund 1,2 Millionen Haushalte pro Jahr verbrauchen. Dies führt zu einem klimaschädlichen CO2-Ausstoß von jährlich über zwei Millionen Tonnen. Mit der heute verfügbaren Technik könnte der CO2-Ausstoß halbiert und gleichzeitig die Lichtqualität deutlich verbessert werden. Die Stadt Aalen geht mit gutem Beispiel voran und erneuert ihre Stadtbeleuchtung.