Aalen erhält zum zweiten Mal den European Energy Award

Die Stadt Aalen ist erneut dabei, wenn am 9. Februar 2012 in Stuttgart die vorbildlichen Energie-Kommunen mit dem European Energy Award (eea) ausgezeichnet werden. Am Dienstag, 20. Dezember 2011 wurde in einem detaillierten Prüfungsverfahren Bilanz seit der ersten Zertifizierung 2007 gezogen. Fazit der Berliner Auditorin Dr. Gabi Zink-Ehlert: Aalen hat die Rezertifizierung mit Bravour geschafft.

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Zwar steht die endgültige Punktzahl noch nicht fest, aber Aalen steht nicht schlechter da als 2007, als die Stadt als eine der ersten Kommunen mit 65 Punkten die begehrte Auszeichnung erhielt. „Das bedeutet, dass wir unsere Hausaufgaben gut gemacht haben und auch der Gemeinderat einige mutige Entscheidungen mitgetragen hat“, betont Oberbürgermeister Martin Gerlach. Schließlich seien die Standards und gesetzlichen Vorgaben seit 2007 gestiegen und damit die Anforderungen an die zertifizierten Kommunen.

Überzeugt zeigte sich Zink-Ehlert von den Ergebnissen des energiepolitischen Programms der Stadt. Mit dem Klimaschutzkonzept hat Aalen Handlungsleitlinien für die nächsten 15 bis 20 Jahre festgeschrieben. Als vorbildlich wertete die Auditorin auch die Dachmarke „Aalen schafft Klima“ und „beispielgebend und großartig“ sei das Aalener Umweltmanagementsystem für Schulen, der „Grüne Aal“. Als eine der ersten Städte hat Aalen die im Klimaschutzkonzept geforderte Stelle eines Klimaschutzmanagers geschaffen. Für mehr Energieeffizienz in den stadteigenen Gebäuden wird demnächst ein Energiemanager sorgen.
© Stadt Aalen, 21.12.2011
Treffen der Arbeitsgruppe EEA
„Wir haben uns über das energiepolitische Programm ja auch verpflichtet, etwas zu tun“, freut sich der Leiter des Grünflächen- und Umweltamtes Rudolf Kaufmann über den Erfolg. „Wir sind gut aufgestellt und 2012 werden weitere Taten folgen.“ Kaufmann erinnert an den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Die Stadtwerke ersetzen in 12 weiteren städtischen Gebäuden veraltete Heizsysteme durch effiziente BHKWs. Die Investitionssumme beträgt mehr als eine Million Euro, 260.000 Euro gibt es als Förderung vom Land. Und weil Aalen mit dem eea zertifiziert ist, gibt es 10 Prozent mehr. Auf den Lorbeeren will sich die rezertifizierte Stadt Aalen dennoch nicht ausruhen. Zu umfangreich ist das ehrgeizige Programm, um bei der nächsten Verleihung in drei Jahren mit Gold eine europäische Auszeichnung zu erreichen. Die Aufgabenbereiche sind schon definiert: ab dem nächsten Jahr will sich die Stadtverwaltung an Energieleitlinien orientieren, die umweltbewusste Mobilität mit ÖPNV sowie Carsharing und spritsparendem Fahrtraining sollen ausgebaut und das Energieeffizienznetzwerk enger geknüpft werden. Und letztlich soll auch die Immobilienstrategie dazu beitragen, dass Energieeffizienz, Energiesparen und der Nutzungsgrad regenerativer Energien in Aalen noch besser werden.