Aalen fördert lokale Eine-Welt-Projekte mit Schwerpunkt Afrika

Der Verwaltungs- und Finanzausschuss hat in seiner letzten Sitzung die Fördermittel für lokale Eine-Welt-Projekte vergeben. Gefördert werden acht Initiativen mit insgesamt 11.700 Euro. Im Rahmen der Aktion zur Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika „Aalener helfen Afrika“ wurden überwiegend Aalener Initiativen bedacht, die Partnerschaften auf dem Schwarzen Kontinent pflegen.

Seit mehr als 20 Jahren stellt der Gemeinderat jährlich diese Finanzmittel zur Verfügung, um lokale Entwicklungshilfe- Initiativen zu unterstützen. Als Zeichen der Solidarität und Anteilnahme mit Notleidenen und Hilfbedürftigen armer Nationen will die Stadt damit das lokale Netzwerk der Kirchen, Verbände und Vereine stärken, das sich für die Eine-Welt-Thematik stark macht.

In diesem Jahr wurden von 17 Anträgen acht berücksichtigt. Schwerpunktmäßig wurden im Rahmen der Aktion „Aalener helfen Afrika“ Projekte in afrikanischen Ländern gefördert. Damit steigt das Spendenbarometer von „Aalener helfen Afrika“ um weitere 7.700 Euro.

Folgende Projekte werden 2010 gefördert:

$(text:b:Der Freundeskreis Uganda für ein Übergangswaisenhaus)$

Bereits seit mehr als zehn Jahren unterstützt der Freundeskreis Uganda das Übergangswaisenhaus in Masaka. In der Diözese leben über 40.000 Aidswaisen. In dem Übergangsheim werden bis zu 90 Mädchen für zwei bis drei Jahre aufgenommen. Sie besuchen die Schule und werden in lebenspraktischen Fertigkeiten ausgebildet. Der Freundeskreis erhält 2.000 Euro.


$(text:b:Katholische Kirchengemeinde St. Maria für ein Aids-Projekt in Südafrika)$

Die Kirchengemeinde pflegt seit vielen Jahren intensiven Kontakt zur Partnergemeinde Mt. Ayliff in Südafrika. Seit acht Jahren unterstützt sie das Aids-Projekt „Sinosizo“ (Wir helfen!) Aids- und Tuberkulosekranke werden in der häuslichen Pflege unterstützt und beraten, Kranke versorgt, Schwangere werden betreut und Nahrung, Kleidung und Bücher zur Verfügung gestellt, um die Armut zu lindern. Die Die Partnerschaft wird mit 2.000 Euro unterstützt.


$(text:b:Katholische Kirchengemeinde St. Stephanus, Wasseralfingen für eine Schule in Sambia)$

Die katholische Kirchengemeinde St. Stephanus Wasseralfingen unterstützt eine Schule in den Slums von Ndola in Sambia. Neben der schulischen und handwerklichen Ausbildung werden die 600 Kinder mit täglichen Mahlzeiten versorgt. Die Kirchengemeinde ist einer der Partner, welche die Versorgung sicherstellen. Die Kirchengemeinde erhält 2.000 Euro.


$(text:b:Agape Mission e.V. Aalen für die Berufsbildung der Agape Missions in Simbabwe)$

Die Agape Missions Simbabwe besteht seit 1984 unter Leitung von Lucky Moyo, der am EAZ in Aalen ausgebildet wurde. Da Schüler nach der Grundschule häufig keine weiterführenden Schulen besuchen und nicht wissen, welchen Berufsweg sie einschlagen sollen, hat die Agape Missions gemeinsam mit dem österreichischen Entwicklungsdienst Horizont 3000 das Bridgebuilder Projekt ins Leben gerufen. Praktische Arbeit in einer mobilen Werkstatt und Beratungsangebote sollen den Schülern die Berufsfindung erleichtern. Die jährlichen Kosten von 12.000 € werden aus Spendengeldern der Agape Mission e.V. Aalen finanziert. Der Zuschuss aus dem städtischen Fonds beträgt 1.200 Euro.


$(text:b:Soeurs Salésiennes de Don Bosco für ein Kinder- und Jugendhaus in Benin)$

Die Aalener Studentin Anna von Berg macht ab Sommer ein einjähriges Volontariat im „Haus der Hoffnung“ der Salesianerschwestern in Cotonon, der größten Stadt in Benin. Jugendliche können in diesem Heim vier Ausbildungsberufe erlernen. Das Projekt gibt es seit mehr als 20 Jahren. Die Volontäre sind bemüht, ihre Arbeit selbst zu finanzieren. Die Aalenerin benötigt zirka. 1.000 Euro für Ausbildungsmaterial, davon übernimmt der städtische Fonds die Hälfte.


$(text:b:Evangelische Kirchengemeinde Wasseralfingen für ein Entbindungsheim in Brasilien)$

Seit Jahren unterstützt die Kirchengemeinde Wasseralfingen das Projekt „amparo maternal“, ein Entbindungsheim des Franziskanerordens in der Mitte von Sao Paolo. Ein Waisenhaus schließt sich an, in dem die Kinder aufwachsen, die von den Müttern dort zurückgelassen werden. Vor einigen Jahren wurde das Projekt um einen weiteren Baustein, ein Jugendheim erweitert. Das Pfarrerehepaar Richter, das zwei Kinder aus dem Projekt adoptiert hat, wird in seinem Engagement für das Projekt sehr stark von der Kirchengemeinde unterstützt. Sie erhalten 1.000 Euro.


$(text:b:Neurochirurgische Hilfe Indien e.V. zur Unterstützung eines Ärzteteams)$

Der Verein neurochirurgische Hilfe Indien e.V. mit Sitz in Aalen hat 60 Mitglieder. Er ermöglicht ärmeren Bevölkerungskreisen in Puna medizinische Behandlungen, da es in Indien keine Krankenversicherung gibt. Der Verein unterstützt das örtliche Krankenhaus mit dem Ärzteteam um Dr. Jaydev Panchawagh, der viele Operationen ohne Honorar durchführt. Der Verein trägt die Kosten für Medikamente und die Nachbehandlung. Die Stadt stellt 1.500 Euro zur Verfügung.


$(text:b:„Children`s future organisation“ für ein Kinderdorf in Nepal)$

Die Aalener Familie Pachner/ Jantschik engagiert sich seit Jahren intensiv für ein Waisenhaus in Nepals Hauptstadt Katmandu. Dort leben 57 Kinder. Nun muss die Organisation CFO eine neue Bleibe suchen, da das angemietete Haus zum Verkauf steht. Ein Grundstück für ein Kinderdorf wurde bereits gefunden. Die Aalener Familie setzt sich persönlich und finanziell stark ein. Sie hat regelmäßigen Kontakt zu der Organisation. Die Stadt steuert 1.500 Euro bei.
© Stadt Aalen, 15.06.2010