Aalen warb in Heidenheim

Fest in Aalener Hand ist am Samstag die Landesgartenschau in Heidenheim gewesen. Rund 300 Akteure aus gut 15 Vereinen und Institutionen haben beim "Aalener Tag" die Schubartstadt bestens vertreten.

(© )
Als etwas Besonderes bezeichnete Heidenheims Oberbürgermeister Bernhard Ilg den "Aalener Tag". "Die Grenzen zwischen beiden Städten sind fließend geworden. Wir arbeiten gut miteinander und wollen blühende Städte in einer blühenden Region." Man solle die Vergangenheit ruhen lassen, nahm OB Martin Gerlach den Ball auf, und eine neue Partnerschaft angehen. Er, so Gerlach, nehme wunderbare Eindrücke von der Landesgartenschau mit nach Aalen. Er vergaß jedoch nicht zu erwähnen, dass Aalen mit der Aktion "City blüht - weltmeisterlich" für Blumenfreunde einiges zu bieten habe.

Ebenfalls einiges zu bieten hatten die rund 300 Aalener, die das Programm auf der Showbühne vor der Brenzarena gestalteten. Die zahlreichen Gäste wurden mit einem frechen, flotten Tanz "Funky Dance" der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach begrüßt, bevor sich die Akteure als Nonnen verkleideten und Sister Act von Whoopi Goldberg nahezu originalgetreu imitierten. Wie im Original präsentierte sich die römische Modenschau des Limesmuseums unter der Leitung von Ermelinde Wudy.

Den "Grafensteiner" und schwäbische Tanzfolgen zeigten zehn Tänzerinnen und Tänzer des Heimat- und Trachtenvereins Aalen in ihrer so genannten Evangelischen Sonntagstracht, die aus dem Jahr um 1860 stammt. Dass 150 Jahre später auch noch getanzt wird, demonstrierte die Breakdance-Gruppe Aalen. Im Stil zwar keineswegs vergleichbar mit den Volkstänzen der Trachtengruppe, dennoch genauso beliebt bei den Besuchern der Landesgartenschau.

$(text:b:Hunde haben Lampenfieber)$

"Für unsere Hunde war dieser Auftritt nicht so ganz einfach. Sie waren nervös, die Besucher und die Temperaturen taten ein übriges", stellte Thorsten Scherer nach dem Auftritt von Limited Dog Edition des Hundevereins Aalen fest. Dennoch machten die vier Vierbeiner ihre Sache auf der Bühne hervorragend. Sportlich und akrobatisch ging es auf der Showbühne weiter. Die Sportakrobaten des TSV Dewangen zeigten Salti, Hebe-Elemente und wirbelten bei vielen anderen Figuren durch die Luft unter dem Zeltdach. Das Blumenfest in Genzano, ein Ballett aus dem Jahr 1850, leitete den Abschluss des Aalener Tags ein. Das Ballett der Ballettschule Kähler kam bei den Gästen so gut an, dass die rund 25 Kinder und Jugendlichen es als Zugabe gleich ein zweites Mal tanzen mussten. Krönender Abschluss des Aalener Tags auf der Showbühne war der Auftritt des Collegium Musicum mit dem Stück "Eine kleine Lachmusik" von Wolfgang Schröder.

Dass Aalen auch eine hervorragende Musikschule zu bieten hat, erlebten die Gäste den ganzen Tag über. Mit Stücken von Rock über Pop bis hin zu Swing unterhielt die Bigband das Publikum. Moderator Raymond Contrael schaffte es auch, dass drei Bergleute des Besucherbergwerks "Tiefer Stollen" live das Steigerlied sangen.

Neben dem Programm auf der Bühne waren die Mitmachstände der Geologengruppe Ostalb und von Alfred Neukamm Zuschauermagneten. Die Geologengruppe zeigte, wie man Fossilien präpariert und Alfred Neukamm führte in das Handwerk des Kunstharzgießens ein. Hoch und weit sprangen die Skateboardfreunde Aalen auf der Skateanlage durch die Luft .
© Stadt Aalen, 31.07.2006