Aalen zum zweiten Mal UNESCO-Dekadestadt

Seit vielen Jahren engagiert sich die Stadt Aalen gemeinsam mit der Agenda 21 und der Hochschule Aalen für Nachhaltigkeit. 2009 beschloss der Gemeinderat, „Bildung für Nachhaltige Entwicklung(BNE)" im Stadtleitbild zu verankern. Inzwischen ist das Stadtleitbild erarbeitet und wird in der Fortschreibung auf vielen Ebenen zu einer Nachhaltigkeitsstrategie weiterentwickelt. Diese vielfältigen Aspekte des Engagements würdigte am Mittwoch, 13. Juni der Vorsitzende der UN-Dekade, Prof. Dr. Gerhard de Haan, der im Namen der Deutschen UNESCO-Kommission Aalen zum zweiten Mal als „Stadt der UN-Dekade für Nachhaltige Entwicklung“ auszeichnete.

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Zu dem Festakt begrüßte Oberbürgermeister Martin Gerlach neben lokaler Prominenz aus Politik und Gesellschaft auch Oberbürgermeister a.D. Prof. Stefan Gläser, Vorstand des Städtetags Baden-Württemberg und Gäste aus Heilbronn, Lauterbach, Thüringen und Hamburg. Diese nahmen als Vertreter lokaler Dekadeprojekte Auszeichnungen entgegen.

Seit 2005 hat das UNESCO-Nationalkomitee 1.500 Nachhaltige Projekte ausgezeichnet. Davon, so de Haan, erhielten 28 Projekte bereits zum vierten Mal das Gütesiegel, allein acht kommen aus Baden-Württemberg. Dazu gehört das Umweltmanagementsystem „Grüner Aal“ aus Aalen, für das Rudolf Kaufmann vom Grünflächenamt der Stadt und Professor Ulrich Holzbaur sowie Prorektor Prof. Dr. Heinz-Peter Bürkle von der Hochschule Aalen die Auszeichnung entgegennehmen durften.
© Stadt Aalen, 13.06.2012
OB Gerlach nimmt die Auszeichnung vom Vorsitzenden des Nationalkomitees der UN-Dekade, Prof. Dr. Gerhard de Haan entgegen.

Sichtbares Gütesiegel für Aalen

Die Stadt Aalen befindet sich als zweite Dekade-Stadt in Baden-Württemberg in guter Gesellschaft mit Heidelberg, Freiburg und München. „Diese Auszeichnung ist ein sichtbares Gütesiegel, dass in Aalen dank der starken Partnerschaft von Politik, Schulen, Hochschule und Verwaltung Nachhaltiges Handeln schon lange wertgeschätzt wird“, freute sich Oberbürgermeister Martin Gerlach über die Auszeichnung. „Wir verstehen es, Nachhaltigkeit und industrielle Wertschöfpung zu verbinden und sehen dies als Standortvorteil.“ Im Wettbewerb der Städte werde Lebensqualität und der Umgang mit Umwelt und Natur zum harten Standortfaktor. De Haan bestätigte die Erkenntnis, dass Bildung und Nachhaltigkeit für die regionale und kommunale Entwicklung notwendig sei. „Auch für die wirtschaftliche Prosperität der Zukunft gibt es keine Alternative“. Schülerinnen und Schüler der Rombachschule führten mit einem temperamentvollen Rapp zum Grünen Aal musikalisch ins Thema ein.