Aalener Beleuchtungskonzept überzeugt im Bundeswettbewerb

Die Stadt Aalen hat mit ihrem Licht- und Raummilieukonzept der Arbeitsgruppe Hägele / Bartenbach erfolgreich am Bundeswettbewerb „Energieeffiziente Straßenbeleuchtung“ teilgenommen.

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Umweltminister Sigmar Gabriel hat nach Empfehlungen einer Fachjury insgesamt 18 Preisträger ausgewählt, die eine sehr gute Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit erreichen und Vorbildcharakter haben. Aalen wird mit den weiteren Preisträgern kommenden Mittwoch, 3. Juni auf der kommunalen Klimakonferenz in Berlin öffentlich ausgezeichnet.

„Die Auszeichnung ist eine Bestätigung dafür, dass wir uns in Aalen mit dem Beleuchtungskonzept im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung auf einem sehr guten Weg befinden“ freut sich Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler. „Durch die moderne Lichttechnik können wir effizient Energie einsparen und bei nur noch 40 Prozent des Energiebedarfs das Beleuchtungsniveau sogar wesentlich erhöhen.“

Die neue Innenstadtbeleuchtung wird im August und September für den Bereich Marktplatz, Reichsstädter Straße, Mittelbachstraße und rund um die Stadtkirche im ersten Bauabschnitt umgesetzt. Wenn die Tage nach den Sommerferien wieder länger werden, erstrahlt die Innenstadt in den Abendstunden somit in neuem Glanz. Lichtquellen an den Häusern entsprechen dem natürlichen Lichteinfall von oben und es einsteht eine ganzheitliche Lichtsituation mit Raumwirkung. Dadurch sollen stadtraumtypische Elemente visualisiert werden, um den Wiedererkennungswert des Stadtbildes auch in der Nacht zu erhalten und das Raumgefüge erlebbar zu machen. Die Stadt erhält eine signifikante Aufwertung in ihrem Nachtbild.

Durch das erfolgreiche Abschneiden beim Bundeswettbewerb winkt der Stadt Aalen nun als besondere Zugabe eine Förderung der Investitionskosten aus dem Umweltinnovationsprogramm.
© Stadt Aalen, 26.05.2009

Einsparpotentiale bei der Stadtbeleuchtung

Der Wettbewerb startete im Juni 2008. Er wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, der KfW-Förderbank und dem Umweltbundesamt ausgerichtet. Ziel ist eine moderne, klimafreundliche und kostensparende Stadtbeleuchtung. Für die oft in die Jahre gekommene Beleuchtung von Straßen und Plätzen wird noch jede Menge Energie verschwendet und das Klima unnötig belastet. Allein für Straßenbeleuchtung werden jährlich bundesweit rund drei bis vier Milliarden Kilowattstunden verbraucht, was einem Stromverbrauch von 1,2 Millionen Haushalten entspricht und das Klima mit über zwei Millionen Tonnen CO2 pro Jahr belastet.