Aalener informieren sich über Windkraft

Das Interesse war groß: rund 200 Bürgerinnen und Bürger haben am Dienstag, 13. März 2012 an der Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung zum Thema Windkraft teilgenommen. Die Energiewende erfordert den Ausbau regenerativer Energien, insbesondere der Windkraft, so die einhellige Meinung.

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Dass die Stadt Aalen bereit ist, ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten, daran ließ Oberbürgermeister Martin Gerlach keinen Zweifel. Schon lange sei man mit den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz unterwegs, dafür stehe die Auszeichnung mit dem European Energy Award und „Aalen schafft Klima“. Die Windkraft wird das Landschaftsbild verändern, auch diese Aussage teilten alle Redner des Abends.

In ihrer Einführung wies die Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler auf die Steuerungsmöglichkeiten der Kommune über den Flächennutzungsplan und auf die möglichen Zielkonflikte hin. Auf die Suchräume des Regionalverbands, die ebenso wie die vier Suchräume der Stadt Aalen auf dem Windenergieatlas des Landes beruhen, ging Verbandsdirektor Thomas Eble ein.
© Stadt Aalen, 14.03.2012
Die Bürgerenergiegenossenschaft setzt sich für den Ausbau regenerativer Energien ein.

Lob für frühzeitige Bürgerbeteiligung

Alle Informationen, die im Internet unter $(link:i:122371|www.aalen.de|_top)$ zu finden sind, fasste der Landschaftsplaner Robert Jenewein vom Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Aalen zusammen. Einen Eindruck, wie sich die bis zu 200 Meter hohen Windräder in die Landschaft einfügen, zeigten 3D-Animationen in der Pause. Auch diese Filme stehen im Internet zur Verfügung. Die Linie des Gemeinderats kam in den Stellungnahmen der Fraktionen deutlich zum Ausdruck: die Suchräume dürfen nicht so eng aufgestellt werden, dass kein Standort übrig bleibe, die Lasten sollten gerecht auf die gesamte Stadt verteilt werden, und die Wertschöpfung solle möglichst vor Ort verbleiben. In der abschließenden Diskussion kam die Sorge zum Ausdruck, der Albtrauf könne zu massiv mit Windkraftanlagen bestückt werden, ohne dass die Stadt regelnd eingreifen könne. „Ich habe viel mehr Angst vor Gundremmingen als vor Windrädern“ sagte ein Vertreter des BUND. Und lobte die Stadtverwaltung für die frühzeitige Bürgerbeteiligung. „Das ist der richtige Weg, um die Energiewende gemeinsam hinzubekommen.“