Aalener Kinderbetreuung setzt neue Maßstäbe

Der Aalener Gemeinderat investiert weitere 1,1 Mio € in die Stärkung der Tageseinrichtungen und schafft 18,5 neue Stellen. Somit gibt die Stadt für Bildung und Betreuung insgesamt 23,13 Mio € aus; dies entspricht knapp 15 % der Gesamtaufwendungen des städtischen Haushalts.

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„Aalen ist eine kinderfreundliche Stadt und hat dies einmal mehr untermauert“ unterstreicht Oberbürgermeister Martin Gerlach. „Wir setzen in der Kinderbetreuung neue Maßstäbe und haben gemeinsam mit den 20 Aalener Trägern einheitliche Standards erarbeitet, die ab 01.09.2012 gelten. Diese bedeuten einen Meilenstein in der Qualitätsentwicklung und schenken dem Bildungsauftrag die angemessene Bedeutung.“

Eine hochwertige Kinderbetreuung wird immer mehr zum Standortvorteil für Kommunen. Beim bevorstehenden Fachkräftemangel können Städte auch durch solche weichen Standortfaktoren punkten. Die Stadt Aalen hat in den letzten Jahren bereits immense Anstrengungen unternommen, die Kinderbetreuung weiter auszubauen und den gestiegenen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Aalen ist bestens gerüstet und hat mit den standardisierten Rahmenbedingungen einen weiteren Trumpf in der Hand.

Die in der neuen Rechtsverordnung des Landes gefassten Mindestvorgaben für die Personalausstattung in Kindertageseinrichtungen werden in Aalen deutlich übertroffen: für die pädagogische Arbeit, für Leitungsaufgaben und für die Vorbereitung haben die Fachkräfte in Aalen mehr Zeit zur Verfügung als andernorts. Auch werden künftig die Anerkennungspraktikantinnen mit deutlich weniger Stellenumfang auf den Personalschlüssel angerechnet als vom Gesetzgeber vorgesehen.

„Mit den einheitlichen Rahmenbedingungen schaffen wir große Transparenz und Vergleichbarkeit. Ganz nach unserem Motto „Kinder richtig wichtig“ schaffen wir damit in allen Aalener Kindertageseinrichtungen die gleiche Basis für eine erfolgreiche Zukunft unserer Kinder“ betont Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher.
© Stadt Aalen, 19.01.2012

Die einheitlichen Rahmenbedingungen im Einzelnen

Die einheitliche Anzahl von 26 Schließtagen ist ebenfalls ein Beitrag zur Qualitätssicherung: einerseits wird dadurch die personelle Besetzung an den Öffnungstagen verbessert, andererseits sind auch somit die Bedingungen für alle Einrichtungen gleich. Bereits jetzt gibt es in Aalen im Durchschnitt 26 Schließtage – diese Anzahl entspricht auch den landesweiten Empfehlungen. Ein weiterer Meilenstein ist die Reform des Elternbeitragssystems für Neuanmeldungen: es schafft höhere Transparenz, mehr Beitragsgerechtigkeit und trägt auch sozialen Gesichtspunkten Rechnung. Bei der Beitragsbemessung werden verschiedene soziale Gesichtspunkte berücksichtigt. Diese orientiert sich an der Anzahl der Kinder unter 18 Jahren und dem Betreuungsumfang. Außerdem werden Betreuungsgutscheine als freiwillige städtische Leistung angeboten um etwaige soziale Härten abzufedern. $(text:b:Hintergrund:)$ In Aalen gibt es derzeit 44 Kindertageseinrichtungen mit 115 Gruppen, die von 20 unterschiedlichen Trägern betrieben werden. Mit sämtlichen Trägern bestehen Verträge, die den Betrieb und die Finanzierung regeln. Diese Ausgestaltung war heterogen und von Träger zu Träger unterschiedlich. Künftig gelten auch hier für alle Träger die gleichen finanziellen Voraussetzungen: derzeit beteiligt sich die Stadt mit rund 94 % an der laufenden Finanzierung – allerdings bei jedem Träger mit jeweils unterschiedlichen Quoten. Die Bezuschussung wird schrittweise bis 2015 auf einheitliche 97 % für alle Einrichtungen erhöht. Diese Finanzierungsregelung ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Aalen. „Mit diesem Gesamtpaket aus Personalschlüssel, Elternbeiträgen und Trägerfinanzierung, hat der Gemeinderat ein eindeutiges Bekenntnis abgelegt, dass Bildung und Betreuung in Aalen absolute Priorität genießen. Aalen sichert sich damit eine Spitzenposition in Baden-Württemberg“ fasst es Oberbürgermeister Martin Gerlach zusammen.