Aalener Kunsteisbahn: Kein offener Betrieb in der Saison 2007 / 2008

„In der kommenden Saison wird es weder einen geschlossenen noch offenen Betrieb bei der Aalener Kunsteisbahn geben. Das empfiehlt der eigens dafür eingerichtete Bauausschuss dem Gemeinderat“, erläutert Oberbürgermeister Martin Gerlach nach der Bauausschusssitzung. Mit dieser Empfehlung wolle man den eislauftreibenden Vereinen Klarheit geben, damit sie sich frühzeitig nach anderen Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten für die Saison 2007 / 2008 umschauen können.

Ursprünglich war angedacht, das Dach abzunehmen und in der Saison 2007 / 2008 allen Eissportfreunden eine offene Halle anbieten. Von dieser Idee rückt nun der Bauausschuss ab, denn die genauere Planung ergab, dass es nicht einfach ist, nur das Dach zu entfernen. Man hätte gleichzeitig die Seitenwände der Halle ganz oder teilweise entfernen müssen. Ohne Dach hätten sie statisch nur einem bestimmten Winddruck stand gehalten. „Es wäre äußerst schwierig gewesen, die notwendigen Arbeiten bis zum Start der Saison im Oktober oder November zu leisten. Ob dann bei einer Halle ohne Dach ein einigermaßen wirtschaftlich darstellbarer Betrieb möglich gewesen wäre, ist zudem fraglich“, so Gerlach, denn auch energetische Gründe sprechen für diese Empfehlung. „Bei einem offenen Betrieb muss für die Eisfläche mehr Kälteenergie eingesetzt werden, um eine qualitativ zufriedenstellende Eislauffläche den Kunden bieten zu können.“

Ferner darf bei einer Entscheidung für einen offenen Betrieb auch der Lärmschutz nicht außer Betracht gelassen werden. Bereits bei geschlossenem Betrieb kam es immer wieder zu Beschwerden. Die Vermutung liegt nahe, dass Lärmbelästigung bei einem Betrieb ohne Dach noch zunehmen.
© Stadt Aalen, 27.06.2007

Am eigentlichen Ziel festhalten

„Wir wollen am eigentlichen Ziel, eine Kunsteisbahn in Aalen zu haben, festhalten. So hat es der Gemeinderat im Mai beschlossen“, erläutert Gerlach. „Als nächstes werden wir mit dem Gemeinderat mehrere andere Eishallen besichtigen. Außerdem soll ein Raumprogramm aufgestellt und die Planungen vorangetrieben werden. Dabei fließen auch Vorstellungen der Vereine mit ein. Wir müssen uns darüber hinaus Gedanken machen, ob wir eine solche Investition im Rahmen eines Private Public Partnership abwickeln können. Zunächst wird sich aber der Gemeinderat in seiner Juli-Sitzung mit den Ergebnissen des Bauausschusses befassen und darüber hinaus zu entscheiden haben, ob die eislauftreibenden Vereine weitere Fahrkostenzuschüsse zu den Trainingshallen an anderen Standorten erhalten“, so Oberbürgermeister Martin Gerlach abschließend in einer Pressemitteilung.