Stadt Aalen ehrt 224 Sportler für 161 Meisterschaften

Sportstadt Aalen setzt Glanzpunkt und bedankt sich fürs Engagement

In der Sportstadt Aalen herrscht eine lebendige Vielfalt. Und in dieser illustren Sportwelt tut sich aktuell vieles. Darauf wies OB Thilo Rentschler bei der Sportlerehrung in der Stadthalle hin. Die Beteiligung an der offenen Wahl war viel größer als vor Jahresfrist. Die Leichtathletin Priska König, Triathlet Joachim Krauth, Leichtathletin Michelle Fischer und das Sportakrobaten-Herrenpaar Johannes Weiße und Erik von Wachter nahmen die Siegestrophäe in Empfang. Funktionär Gerhard Meier erhielt vom Stadtverband Sport die Ehrenschale verliehen.

Die erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler, Mannschaften und Nachwuchstalente 2017. (© Oliver Giers)

„Die Sportlerehrung ist Gradmesser für die hohe Wertstellung des Sports in unserer Stadt und ein Glanzpunkt in unserem Veranstaltungskalender“, sagte OB Thilo Rentschler bei der Veranstaltung. Eine Welt- und eine Europameisterschaft sowie 18 Deutsche Meisterschaften und eine Vielzahl sonstiger sportlicher Erfolge gelte es diesmal zu ehren. Zuvor hatte Maskottchen „Turni“ auf das vom 20. bis 22. Juli in Aalen stattfindende Landesturnfest hingewiesen – weiterer Höhepunkt im Sportkalender der Stadt. „Der Sport lebt vom großen ehrenamtlichen Engagement vieler Helfer. Sie bilden das Rückgrat, aus dem meisterliche Leistungen erwachsen“, sagte Rentschler. Sport habe eine hohe Integrationskraft und führe Menschen zusammen.

Ehrenamtliches Engagement ist das eine, finanzielle Förderung das andere. Rentschler wies auf die hohe Investitionsförderung hin, welche die Stadt gewähre. Als Beispiel nannte das Stadtoberhaupt die Zuschüsse fürs Vereinsheim der TG Hofen, die Kalthalle des TSV Dewangen und die anvisierte Hilfestellung für die Freilufthalle der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Rentschler sprach auch die bevorstehende Fusion der drei Vereine MTV Aalen, DJK Aalen sowie TSV Wasseralfingen an. „Wir werden für das gemeinsame Sportvereinszentrum den richtigen Standort finden“, sagte er. Und auch beim Bäderkonzept gehe es voran. Der Bau eines 50 Millionen Euro schweren Kombi-Bads sei beschlossene Sache – „eine Sternstunde im Gemeinderat“ sei der Beschluss gewesen.

Das Stadtoberhaupt erwähnte zahlreiche sportliche Höhepunkte: Turngala, Young Power Day, das Programm „Aalen sportiv“ oder der Aalener Stadtlauf seien zu Dauerbrennern geworden. Zum sportlichen Aushängeschild VfR Aalen verlor Rentschler ebenfalls lobende Worte: „Wie nach der Insolvenz und dem Neun-Punkte-Abzug sportlich losgelegt wurde, war eine Spitzenleistung.“ Auf der Ostalb sei auch künftig eine starke Allianz aus Breiten- und Profisport nötig, sagte Rentschler. Im Breitensport sei die Sportstadt Aalen mit seinen 90 Vereinen bestens aufgestellt. Eine herzliche Bitte hatte der OB: „Kooperiert miteinander. Profi- und Breitensport  bilden eine starke Allianz.“

Neben dem Landeskinderturnfest blickte das Stadtoberhaupt voraus auf das Inklusionsschwimmfest des SC Delphin im Aalener Hallenbad am 11. März, die Ü32-Deutsche Fußballmeisterschaft bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach am 8./9. Juni sowie die Deutsche und Baden-Württembergische Meisterschaften im Modernen Fünfkampf am 9./10. Juni. Rentschlers Dank galt den beiden Stadtverbänden in Aalen und Wasseralfingen, dem Turngau sowie den vielen Vereinsfunktionären für die hervorragende Zusammenarbeit. „Nur so lässt sich der umfangreiche Sportentwicklungsplan der Stadt konstruktiv umsetzen“, sagte Rentschler.

Das gute Miteinander mit der Stadt Aalen würdigte auch Armin Peter, Vorsitzender des Stadtverbands Sport und Kultur Wasseralfingen. „Der Sportentwicklungsplan ist sicht- und spürbar vorangekommen. Nach Jahren der Stagnation wäre es vermessen, alles auf einmal in Angriff zu nehmen. Dennoch sei ein deutlicher Aufbruch zu verspüren. Peter lobte, dass die Vereinsfusion voranschreite, ebenso wie die Sanierung des Spiesel-Freibads.

Ulrich Rossaro, Vorsitzender des Aalener Stadtverbands sporttreibender Vereine, ehrte Gerhard Meier von der Schützenkameradschaft Neßlau mit der Ehrenschale. Ein „Vereinsmeier im besten Sinne“ sei der Geehrte, resümierte Rossaro und zitierte die Vita von Gerhard Meier. „Es ist schön zu sehen, wie bürgerschaftliches Engagement in Aalen Lebensqualität und Zusammenleben verbessern“, sagte Rossaro.

Joachim Schwager vom städtischen Amt für Bildung, Schule und Sport zeigte sich ob der großen Beteiligung an der Sportlerwahl erfreut. „Die offene Wahl hat sich bewährt. Mit 1723 abgegebenen Stimmen wurden diesmal fast 700 mehr als im Vorjahr verzeichnet“, sagte er.

Knapp war’s bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres: Priska König (LSG Aalen), baden-württembergische U23-Meisterin über 3000 Meter, verwies Schwimmerin Friederike Hoyer (MTV Aalen) mit 308 zu 292 Stimmen auf den zweiten Platz. Auf dem dritten Platz landete Schwimmerin Carolin Morassi (266 Stimmen). Triathllet Joachim Krauth (MTV Aalen) hat sich mit 330 Stimmen gegen Alexander Oppold (VdH Aalen; 253) klar durchgesetzt, Dritter wurde Mountainbiker Simon Gegenheimer (Team Rose; 197). Leichtathletin Michelle Fischer (LSG Aalen; 362) wurde als Nachwuchstalent klar vor BMX-Fahrer Moritz Kuhn (Funsportverein; 279) gewählt. Dritte wurde Leonie Adrian (VdH Aalen; 202). Bei den Mannschaften setzten sich die Sportakrobaten der TSG Hofherrweiler-Unterrombach, Johannes Weiße und Erik von Wachter (359) vor der Gruppe „Choice acrobatic bewitched“ des MTV Aalen (302) durch. Dritte wurden die Bundesliga-Segelflieger des LSR Aalen (287).