Aalener Sprachfördermodell startet.

Vor der Sommerpause hat der Gemeinderat 180.000 Euro für die Umsetzung des Aalener Sprachförderkonzeptes bewilligt. Jetzt kann es losgehen!

Aalener Kindergärten mit einem besonders hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund können von der Stadt nun zusätzliche Unterstützung in der Sprachförderung erhalten. In 10 Aalener Einrichtungen werden 250 Kinder mit besonderem Förderbedarf alltagsintegriert beim Spracherwerb zusätzlich unterstützt. Von besonderer Bedeutung im Sinne der Erziehungspartnerschaft ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern.

Ein wichtiger Baustein ist die Qualifizierung der Sprachförderkräfte an der PH Schwäbisch Gmünd: Im November beginnt das „Zertifikatsstudium Sprachförderung“, das mit dem hochschulbezogenen Titel „Sprachpädagogin/Sprachpädagoge“ abschließt. Diese fachlich sehr hochwertige Weiterbildung ist ein wesentliches Element des „Regionalverbundes Sprachförderung“, zu dem sich die Großen Kreisstädte Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und Aalen sowie die PH Schwäbisch Gmünd zusammengeschlossen haben. Zur Vorbereitung auf die anstehenden Herausforderungen hat das federführende städtische Amt für Soziales, Jugend und Familie die Aalener Sprachförderkräfte sowie die beteiligten Einrichtungen und Träger zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, die auf reges Interesse gestoßen ist. Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer persönlich zu begrüßen und die Bedeutung des Projektes für die Stadt Aalen herauszustellen.

Fehrenbacher lobte die vorbildliche Arbeit in den Aalener Kitas und wünschte allen Akteuren, allen voran natürlich den Sprachförderkräften, viel Erfolg und alles Gute in deren anerkennenswertem Wirken um die weitere Verbesserung sprachlicher Fähigkeiten der Kinder. Dies würde für das weitere Lernen und den Bildungserfolg eine herausragende Bedeutung einnehmen. Gertrud Kern, Leiterin der Zusatzqualifikation an der PH Schwäbisch Gmünd, stellte das Studienprogramm vor. Vom Amt für Soziales gab es darüber hinaus nähere Informationen über das Aalener Sprachförderkonzept und die Umsetzung in den Einrichtungen. Es schloss sich ein reger Austausch an, in dem die Vorfreude auf die anstehenden Aufgaben spürbar wurde. Ab Januar kann es dann schon in die konkrete Förderung vor Ort in den Kitas gehen, ein weiterer Meilenstein in der Qualitätsentwicklung der Kinderbetreuung in Aalen ist somit geschafft.
© Stadt Aalen, 29.10.2010