Aalener Stadtentwicklungsprozess auf gutem Weg

Am Donnerstag, 28. Mai 2009 haben Vertreter des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg und des Regierungspräsidiums Stuttgart die Stadt Aalen besucht.

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Ministerialdirigentin Kristin Keßler, Leiterin der Abteilung Infrastruktur – Planen und Bauen im Wirtschaftsministerium, Ministerialrat Dieter Haberkorn haben sich in Begleitung von Uwe Kosse sowie Regierungsdirektor Roland Munz und Ingrid Seule vom Regierungspräsidium Stuttgart ein Bild über die anstehenden Projekte der Stadterneuerung in Aalen gemacht.

Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler bedankte sich für die jahrelange intensive finanzielle Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und des Bundes bei den vielfältigen Sanierungsbemühungen. Der Austausch mit den zuständigen Fachleuten der Behörden bringe der Stadtverwaltung immer wieder sehr wertvolle Hinweise für die weitere Planung der Sanierung in den Stadtteilen, betonte die Erste Bürgermeisterin.

$(text:b:Delegation beeindruckt von der Vielfalt der Projekte)$

Beeindruckt zeigten sich die Stuttgarter Gäste von der Breite der Maßnahmen, die aktuell von der Stadt Aalen angegangen werden. Heim-Wenzler führte die Erstellung einer Bevölkerungsprognose 2025 ebenso an wie die Fortschreibung der Einzelhandelskonzeption ,die Bewerbung zur Landesgartenschau und das Innovationszentrum Ostwürttemberg.

Stefan Overmann vom Stadtmessungsamt berichtete über die damit verbundene Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen und den Erfolg dieser Planung im Wettbewerb für EU-Leuchtturmprojekte –EULE. Alle genannten Projekte sind wesentliche Entscheidungsgrundlage für die Stadtentwicklungsplanung.

Ingrid Stoll-Haderer vom Stadtplanungsamt erläuterte den Stand der Sanierungsprojekte in der Aalener Kernstadt und den Stadtteilen: Sanierungsgebiete "Innenstadt II", "Soziale Stadt Rötenberg", "Soziale Stadt Nördliche Innenstadt" und "Stadtumbau West Baustahl" sowie zwei weitere Gebiete des Programms „Soziale Stadt“. Karl-Heinz Ballenberger vom Amt Zentrale Bauverwaltung / Immobilien ergänzte die Ausführungen mit einem Überblick der Finanzierung im kommunalen Haushalt und unterstrich die Bedeutung der Förderung für die Stadterneuerung.
© Stadt Aalen, 29.05.2009
Die Delegation beim Stadtrundgang in der Altstadt (von links: Seule, Munz, Ballenberger, Kosse, Kessler, Haberkorn, Heim-Wenzler)

Flair der Altstadt zieht Besucher in den Bann

Beim gemeinsamen Rundgang zeigte sich die belebte Altstadt von ihrer besten Seite: renovierte Wohn- und Geschäftshäuser, interessante Dienstleistungsangebote, viele Besucherinnen und Besucher. Beeindruckt vom Stadtbild und der Atmosphäre bemerkte die Ministerialdirigentin Keßler: "eine kontinuierliche Stadterneuerungskonzeption zahlt sich aus". Nicht verborgen blieben die anstehenden Aufgaben am östlichen und nördlichen Rand der Altstadt. Die Stuttgarter Behördenvertreter rieten den Stadtplanern, Prioritäten zu setzen und die Finanzierung der Aufgaben zielgerichtet einzuteilen. Die Maßnahmen - dazu gehören auch Infrastrukturmaßnahmen wie im Bereich Wöhr / Unterkochen und die geplanten Freizeiteinrichtungen im Rombachtal - verdeutlichen die große Spannweite der Vorhaben in der Stadt. Mit Hilfe der Stadtsanierung soll ein gut funktionierendes kommunales Leben gesichert werden. $(text:b:Lebendiges Jugend- und Nachbarschaftszentrum Rötenberg)$ Aufschlussreich war der Besuch im Jugend- und Nachbarschaftszentrum Rötenberg. Brigitte Geßler gab einen Einblick in die Betreuung- und Beratungsangebotes im Zentrum. "Die Arbeit, die vor Ort im Rötenberg geleistet wird, finde ich beeindruckend" betonte Ministerialdirigentin Kessler mit Blick auf das lebhafte Treiben auf dem Gelände. Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich hier wohl und nutzen das Angebot. $(text:b:Vorbild Aalener Baulückenkataster)$ Zum Besichtigungsprogramm gehörten auch das Baustahlareal und das Gebiet Maiergasse in Wasseralfingen, beides Bereiche mit bedeutendendem Entwicklungspotential. Bei allen Problemen, die mit dem Umwandlungsprozess von Brachflächen zu lösen sind, wurde auf die Chancen solcher Flächen im Vergleich zu Siedlungsplanungen auf der "grünen Wiese" hingewiesen. Regierungsdirektor Haberkorn empfahl der Baubürgermeisterin eine langfristige und abschnittsweise Entwicklung. Nur so könne im Prozess des Stadtumbaus eine attraktive Siedlung entstehen. Intensiv diskutierte die Gruppe über das Baulückenkataster. Die Vertreterin des Wirtschaftsministeriums bat um weiteres Informationsmaterial zur "Aalener Praxis". Sie sieht das Baulandkataster der Stadt Aalen als besonderes Vorbild für andere Städte.