Aktuelle Nachrichten aus der Lokalen Agenda 21 in Aalen

Klappe, die Erste zeigt...

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Das Agendaprojekt Klappe, die Erste zeigt am Donnerstag, 20. November 2003 und am Dienstag, 25. November 2003 um 20.30 Uhr sowie am Sonntag, 23. November 2003 und Montag, 24. November 2003 um 18 Uhr im Filmpalast Aalen den Film: $(text:b:Whale rider)$
(Drama, Neuseeland 2002, Regie: Niki Caro, 101 Minuten).

Ist Maori-Mädchen Pai die Erlöserin ihres dahinvegetierenden Volkes? Um das zu ergründen, begehrt die Zwölfjährige gegen alte Traditionen und ihren sturen Großvater auf. Bildgewaltige Reise in die Mythenwelt neuseeländischer Ureinwohner, die weltweit mit Festivalpreisen überhäuft wurde.

Ein Maori-Mädchen begehrt gegen die Traditionen ihres Volkes und ihren sturen Großvater auf. Poetische Reise in die Mythenwelt der neuseeländischen Ureinwohner.

Einst, so besagt die Maori-Legende, kam der Halbgott Paikea auf dem Rücken eines Wals aus seiner Heimat Hawaikiki. An der Ostküste Neuseelands ließ er sich nieder und gründete das Dorf Wangara. Seither geben seine direkten Nachfahren die Häuptlingswürde an den jeweils ältesten Sohn weiter. Doch dann geschieht ein Unglück.

"Es herrschte keine Freude über meine Geburt", blickt die zwölfjährige Pai (grandios: Keisha Castle-Hughes) zurück. Zwar ist sie die einzige Enkelin des Dorfpatriarchen Koro (Rawiri Paratene), aber sie ist "nur" ein Mädchen. Schlimmer noch: Sie lebt, während ihr Zwillingsbruder kurz nach der Niederkunft starb. Und weil Pais Vater lieber Künstler in Europa ist, als in die Fußstapfen des gestrengen Koro zu treten, sucht der Alte mit grimmiger Verzweiflung unter den Dorfbengeln nach einem Nachfolger. Doch Pai kämpft - um die Anerkennung ihres Opas, die Wiedervereinigung ihrer Familie, die Erfüllung ihres Schicksals. Und dann geschieht ein weiteres Unglück.

Mit ihrem preisgekrönten - Regiedebüt "Whale Rider" gelingt der Neuseeländerin Niki Caro ein seltener Kunstgriff: Feinfühlig vereint sie moderne Girl-Power-Story, Sozialstudie, Familiendrama und Märchen zu einer bildgewaltigen Traumreise auf die neuseeländische Nordinsel. Ein warmherzig erzähltes Stück magischen Realismus, das Klischees sauber umschifft und trotz aller Mythologie genug rauen Alltag zeigt, um nicht in Esoterikkitsch zu ersaufen. Gerade wegen dieser Wahrhaftigkeit rührt "Whale Rider" zu Tränen. Wenn die kleine Pai während einer Schulaufführung mit bebender Stimme für ihren nicht erschienenen Großvater ein Maori-Gedicht rezitiert, werden ihre feuchten Augen nicht die einzigen im Kinosaal sein

Weitere Informationen zum Film: Filmpalast Aalen. Telefon: 07361 955512 oder im Internet: www.kulturkueche-online.de

Weitere Auskünfte zur Lokalen Agenda 21 in Aalen erhalten Sie bei Friedrich Erbacher im Agenda-Büro der Stadt Aalen, Telefon:
07361 52-1333 oder im Internet: www.aalen.de/agenda21.
© Stadt Aalen, 20.11.2003