Alle Rotary Clubs der Region unterstützen Sprachförderungsprojekt „WortSchatz“

Als im Jahre 2006 der Rotary Club Ellwangen in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd ein Pilotprojekt zur Sprachförderung im evangelischen Kindergarten Peter und Paul initiierte, hat wohl noch niemand daran gedacht, dass es solche Kreise ziehen würde.

Inzwischen hat sich daraus ein Modulsystem entwickelt, das von den 6 Rotary Clubs der Region (RC Aalen-Heidenheim, RC Aalen-Limes, RC Ellwangen, RC Heidenheim–Giengen, RC Schwäbisch Gmünd, RC Schwäbisch Gmünd–Rosenstein) in und mit den Städten Aalen, Heidenheim, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd umgesetzt wird. Hierbei übernehmen die Rotary Clubs gezielt die Aufgaben, die von den Städten nicht aus den öffentlichen Etats gedeckt werden können und haben mehr als 100.000 Euro für das WortSchatz Projekt gespendet.

Die Unterstützung von Aktivitäten zur Sprachförderung als ein wesentliches Element nicht nur der Integration, sondern der Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen spielt in den Gemeindienstaufgaben der Rotary Clubs eine herausragende Rolle, da die Mitglieder der Clubs hierin eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Herausforderungen der Zeit sehen. Seit langem spiegelt sich diese Hilfe in Form von Spenden und Materialien für zahlreiche Maßnahmen in Heidenheim (z.B. Denkendorfer Modell), Aalen (Sprachförderung im Kindergarten Peter und Paul)und in Schwäbisch Gmünd (Förderung der Sprachkompetenz von Hauptschülern der 8. und 9. Klassen) wieder.

Die Rotary Clubs haben sich in beispielhafter Weise zur Aufgabe gemacht, die Sprachentwicklung von Kindern zu unterstützen, da das Beherrschen der deutschen Sprache ein wesentlicher Aspekt für die Chancengleichheit zum Schulbeginn und eine Grundanforderung für eine gelungene Schulkarriere ist. Einen guten WortSchatz zu haben und verwenden zu können ist eben ein Schatz, den einem keiner mehr nehmen kann.

Die Rotary Clubs haben sich gezielt für die Unterstützung dieser 4 Städte entschieden, die sich zu einem Regionalverbund Sprachförderung zusammen geschlossen haben, um gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule eine Dozentenstelle zur Ausbildung von Sprachpädagoginnen für die Kindergärten der Region zu finanzieren.
© Stadt Aalen, 16.04.2013

Unterstützung in mehreren Förderwellen

Das Material für diese Arbeit stellten die Rotary Clubs in mehreren Förderwellen zur Verfügung. Eine Investition in die Zukunft, in der das Wort Nachhaltigkeit keine leere Worthülse bleibt, sondern durch das Wirken der Erzieherinnen, die mit den Materialien über Jahre Generationen von Kindergartenkindern bei der Entwicklung ihrer sprachlichen Kompetenzen unterstützen können, dauerhaft wirkt. Die Mehrgliedrigkeit dieses Systems ist Garant für das dauerhafte Wirken des Projekts: · Hohe Fachkompetenz durch die Qualifizierung der Erzieherinnen · Zusätzliche Personalkapazitäten in den Kindergärten · Einbezug der Eltern in die Verantwortung für die Sprachentwicklung ihrer Kinder und · Das richtige Material in den Einrichtungen Nachhaltigkeit beinhaltet hier aber auch, Materialien für alle Beteiligten (Eltern, Erzieherinnen und Kinder) am Sprachentwicklungsprozess zur Verfügung zu stellen. Für die Kindertageseinrichtungen bedeutete dies in den vergangenen Jahren neben einer Informationsbroschüre für Eltern, auch ausleihbare zweisprachige Bilderbücher in den Kindergärten, Fachliteratur für die Erzieherinnen oder hochwertige Aufnahmegeräte zur Sprach-standsbestimmung von Kindern. Diese Unterstützung, von der insgesamt mehr als 75 Einrichtungen in den vier Städten profitierten, findet nun in einer letzten großen Förderwelle ihren Abschluss. Alleine in der Stadt Aalen erhalten 33 Kindertageseinrichtungen mit 274 Erzieherinnen und 1668 Kindern Spielmaterial zum Erlernen und Erproben des richtigen Satzbaus, zur Erweiterung des WortSchatzes, zur richtigen Anwendung von Grammatikregeln, Entwickeln einer phonologischen Bewusstheit oder einfach zum Freude haben am Sprechen und Sprache, wie sie zum Beispiel Lieder oder Reime vermitteln. Die Übergabe der Spiele erfolgt dort, wo vor sieben Jah-ren das Erfolgsmodell mit einem Pilotprojekt begann: Es freuen sich die Erzieherinnen und Kinder des evangelischen Kindergarten Peter und Paul, in dem die Sprachförderung mit inzwischen zwei Erzieherinnen, die zu Sprachpädagoginnen qualifiziert wurden, zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der pädagogischen Arbeit geworden ist.