Ampelschaltung an der Kreuzung bei der Westumgehung ist rechtssicher

Anfang Dezember 2010 ereignete sich auf der Westumgehung Aalen bei Unterrombach ein tragischer Verkehrsunfall mit einem Toten. Die Staatsanwaltschaft hat daraufhin ein Gutachten in Auftrag gegeben. Es handelt sich dabei um eine Untersuchung zur Ermittlung der Unfall-Ursache und Klärung der Schuldfrage. In diese Betrachtung wird auch die Ampelschaltung einbezogen, um zu erkennen, ob Missachtung von Verkehrsregeln zum Unfall geführt haben.

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Die Signalanlage an der Westumgehung ist seit Juli 2001 in Betrieb. Die Steuerung wurde von einem weltweit renommierten Ingenieurbüro geplant. Die Sicherheitsschaltung in Form der 5 Sekunden dauernden Gelbphase ist seitdem unverändert aktiv. Diese lange Gelbphase vor dem Rotsignal gründet auf den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung für Überlandstraßen.

Es sollte realisiert werden, dass sich an dieser viel befahrenen Stelle seit Inbetriebnahme der Kreuzung in neuneinhalb Jahren nur ein vergleichbarer Unfall mit Sachschaden ereignet hat. Bei dem Unfall am 3. Februar 2011 fuhr der Verursacher bei gelbem Blinklicht (Vorfahrt achten) in die Vorfahrt berechtigte Westumgehung ein.

Die Stadtverwaltung betont, dass das unabhängige Experten-Gutachten abgewartet werden sollte, das zweifellos die Ursache des Unfalls aufdecken wird.

Unabhängig davon wird sich die Stadt im Rahmen der Verkehrsschau mit dieser Stelle befassen und prüfen, ob eine Veränderung der Ampelphasen sinnvoll wäre - unter Berücksichtigung aller verkehrsrechtlichen Umstände und Rahmenbedingungen sowie der Auswirkungen auf den fließenden Verkehr. Immerhin queren täglich ca. 20.000 Fahrzeuge diesen Bereich.

Die Verantwortung liegt bei den Verkehrsteilnehmern, Verkehrsregeln einzuhalten und sich der Gefahren bei einer Missachtung bewusst zu sein. In der Straßenverkehrsordnung ist klar geregelt, dass Autofahrer bei Gelb halten müssen und nicht bei Rot noch Gas geben dürfen. Dies gefährdet andere Verkehrsteilnehmer, die im Vertrauen auf Verkehrsregeln Kreuzungen ordnungsgemäß befahren.

Lange funktionierende, von unabhängigen Experten errechnete und mit den Rechtsnormen konforme Sicherheitsschaltungen an Ampeln sollten nicht hinterfragt, sondern die Klärung der tatsächlichen Ursachen abgewartet werden. Diese werden durch das Gutachten zweifellos aufgedeckt.

In diesem Zusammenhang sollte die Stadtverwaltung nicht präventiv vor Klärung der Unfallursachen öffentlich in den Fokus der Verantwortung gerückt werden.
© Stadt Aalen, 11.02.2011