Anmeldungen an Aalener Schulen: Mehr Gymnasiasten, weniger Realschüler

Weiterhin fünf Klassen an Grund- und Werkrealschulen

Die vier Grund- und Werkrealschulen in Aalen müssen sich nicht um die Zukunft sorgen. Nach dem Wegfall der Grundschulempfehlung ist der befürchtete Ansturm auf Gymnasien und Realschulen in Aalen ausgeblieben.

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Gleichwohl wechseln bei rückläufigen Schülerzahlen in Aalen 28 Kinder mehr auf ein Gymnasium als im Vorjahr. Statt neun kommen nun insgesamt elf Gymnasialklassen zustande. Und das unabhängig davon, ob das Kultusministerium alle 74 Anmeldungen für G9 zulässt und am Theodor-Heuss-Gymnasium drei Klassen einrichtet, oder ob über die Schülerlenkung wie geplant je 2 G8 und G9-Klassen angeboten werden können. Denn einen Rechtsanspruch auf G 9, so ließ das Ministerium im Vorfeld wissen, besteht nicht.

Die endgültigen Zusagen erhalten alle Aalener Schülerinnen und Schüler erst nach eingehender Prüfung der Anmeldedaten und den zur Verfügung stehenden Lehrerdeputaten an den einzelnen Schulen.

Das Schubart-Gymnasium meldet 92 Anmeldungen, zwei mehr als im Vorjahr, das Kopernikus-Gymnasium Wasseralfingen 89.

Zufrieden ist Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher mit den Zahlen der Grund- und Werkrealschulen. 90 Anmeldungen gab es an den vier Schulen (114 im Vorjahr). Einzig die Talschule muss mit aktuell 21 Anmeldungen auf die Zweizügigkeit ihrer Werkrealschule verzichten. Es bleibt insgesamt bei 5 Klassen. „Die Aalener Eltern haben sich vernünftig verhalten“ so das Fazit des Fehrenbachers. „Von einem Ausbluten der Grund- und Werkrealschule, wie in Ludwigsburg befürchtet wurde, kann keine Rede sein.“

Die Werkrealschule Bohlschule kommt mit gerade mal 13 Anmeldungen nur noch auf eine Klasse.

An den Realschulen gingen die Anmeldezahlen um 24 Schüler auf insgesamt 239 zurück. Während Uhland-Realschule, die Kocherburgschule und die Karl-Kessler-Realschule einstellige Zuwachsraten aufweisen können, halbierten sich die Anmeldezahlen an der Galgenberg-Realschule. Mit 35 Fünfklässlern kehrt sie zur Zweizügigkeit zurück. Nicht spekulieren mag Fehrenbacher, ob die Gemeinschaftsschule in Essingen oder die Diskussion um den Schulverbund auf dem Galgenberg die Entwicklung gefördert haben. Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Schule solle der Verbund auf dem Galgenberg aber nun dringend angestrebt werden.
© Stadt Aalen, 03.04.2012