Antrittsbesuch Kiesewetters - Vernetzung im Wirtschaftsraum Aalen

Einen engen Schulterschluss für die Belange der Region haben der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter und Aalens Oberbürgermeister Martin Gerlach beim Antrittsbesuch Kiesewetters im Aalener Rathaus vereinbart.

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Er suche den direkten Kontakt zu den Menschen in der Region und werde sich als Einwohner Aalens nach Kräften für diese Stadt einsetzen, bekräftigte Kiesewetter in einem konstruktiven zweistündigen Gespräch.

Seine Bürgersprechstunden wird er, abgesehen von Wahlkampfzeiten, in Räumen der Aalener Rathäuser anbieten. Und in großer Runde mit Oberbürgermeistern, Bürgermeistern und Ortsvorstehern will sich der junge Abgeordnete regelmäßig besprechen und die gemeinsame Linie festlegen.

Gerlach informierte den CDU-Bundestagsabgeordneten über den aktuellen Stand den EULE/ NIKE-Projekts, dem geplanten Innovationszentrum an der Aalener Hochschule. Als europäisches Leuchttumprojekt berge der künftige Inkubator große Chancen für die Region, betonte Gerlach und verwies auf den Wirtschaftsraum Aalen, der sich nicht an Markungsgrenzen festmachen ließe. Einig waren sich die Gesprächspartner, dass die Kommunen und Gemeinden des Wirtschaftsraums auf vielen Gebieten koordiniert zusammenarbeiten müssen.

Zum Beispiel wenn es um den Ausbau der B 29 geht, ein Schwerpunktthema Kiesewetters. Er plane ein Spitzengespräch mit allen Anliegergemeinden und stehe in Kontakt zum bayrischen Abgeordneten der betroffenen Grenzregion. „Ich sehe mich als Vermittler und will die vielen guten Ansätze in der Region verzahnen“ betonte Kiesewetter.
© Stadt Aalen, 04.11.2009
Gerlach begrüßte die Initiative, zumal die schlechte Ost-West-Anbindung die gravierendste Schwäche der Region sei. „Wenn wir gemeinsam nichts erreichen, droht der Verkehrsinfarkt“ sagte Gerlach und sicherte seine Unterstützung zu. Als weiteren Schwerpunkt nannte Kiesewetter das Thema Klimaschutz, in dem die Stadt Aalen bereits sehr gut aufgestellt sei. Und er möchte die Region in Berlin bekannter machen. „Wir haben so viel zu bieten, von den Römern über das älteste Industrieunternehmen bis zur attraktiven, intakten Landschaft. Aber außerhalb des Ländles kennt kaum jemand Ostwürttemberg“. In den kommenden fünf bis zehn Jahren würden die Weichen für die nächsten Jahrzehnte gestellt, sagte Gerlach und verwies auf die neuesten Zahlen der Aalener Bevölkerungsprognose. Deshalb setze er auf allen Gebieten, insbesondere in der Wirtschaftsförderung auf eine Vorwärtsstrategie. Ein Gewerbeentwicklungskonzept ist in Auftrag gegeben.