Antrittsbesuch von Oberbürgermeister Martin Gerlach bei der IG Metall Aalen

Nicht nur die Aalener Betriebe stehen auf dem Programm der wöchentlichen Besichtigungstour von Oberbürgermeister Martin Gerlach, sondern auch die Gewerkschaften als Interessenvertreter der Arbeitnehmer.

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Er besuchte kürzlich zusammen mit dem Wirtschaftsbeauftragten der Stadt Aalen, Hartmut Bellinger, die IG Metall Verwaltungsstelle Aalen in der Friedrichstraße.

Empfangen wurden die Gäste aus dem Aalener Rathaus von den beiden Bevollmächtigten Roland Hamm und Josef Mischko. Beim lockeren Informationsaustausch stießen die Gewerkschaftssekretäre Petra Faulhaber und Bernd Stossun dazu. Die IG Metall setzt sich mittlerweile aus den Branchen Metall und Elektroindustrie, Textil, Bekleidung, Mieder, Holz- und Kunststoff, KfZ-Handwerk, Elektrohandwerk sowie Heizung-Sanitär zusammen und die Verwaltungsstelle Aalen, die für den Altkreis zuständig ist, betreut derzeit über 12.400 Mitglieder in 56 Betrieben. Die beiden Bevollmächtigten werden jeweils auf vier Jahre gewählt. Roland Hamm und Josef Mischko sind überwiegend zuständig für die Metallbetriebe des Altkreises Aalen. Ihre Tätigkeit ist dabei nicht nur für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Bedeutung, sondern für den gesamten Wirtschaftsstandort, da die Stadt Aalen wie die gesamte Region Ostwürttemberg geprägt sind von der Metallindustrie.

Gewerkschaftssekretär Bernd Stossun ist schwerpunktmäßig zuständig für die Branchen Textil, Bekleidung und Miederindustrie sowie für die individuelle Mitgliederbetreuung. Außerdem ist er Ansprechpartner für die Schwerbehinderten im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Aalen. Gewerkschaftssekretärin Petra Faulhaber beschäftigt sich neben der Allgemeinen Mitgliederbetreuung mit Frauenfragen und dem Thema Altersteilzeit. Roland Hamm ist im Rahmen eines Kooperationsmodells seit kurzem auch erster Bevollmächtigter der Verwaltungsstelle Schwäbisch Gmünd. Aalen und Schwäbisch Gmünd sind jedoch weiterhin zwei selbstständige Verwaltungsstellen mit einem gemeinsamen ersten Bevollmächtigten. Dadurch war es nötig, zum ersten April mit dem Kollegen Peter Müller einen weiteren Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall Aalen einzustellen. Aufgrund der großen Anzahl von Betrieben und Mitgliedern verstärkt ab Herbst ein neuer Mitarbeiter das Personal der IG Metall, der speziell für die Jugendarbeit verantwortlich zeichnet. Der Ortsvorstand der IG Metall Aalen besteht übrigens aus 15 stimmberechtigten Personen, neben den Bevollmächtigten Hamm und Mischko sind dies noch 13 Betriebsratsvorsitzende.

Oberbürgermeister Martin Gerlach bestätigte den Gewerkschaftern, dass sie wichtiger Gesprächspartner für ihn als Chef der Aalener Stadtverwaltung sind. Man kann die IG Metall und die Betriebsratsvorsitzenden durchaus auch als „Frühwarnsystem“ bezeichnen, da sie oft als erste von einer Schieflage in den Unternehmen Kenntnis bekommen. „Ein gegenseitiger regelmäßiger Informationsaustausch sei deshalb sehr wichtig“, meinte das Stadtoberhaupt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die „Aalener Wirtschaftsrunde“, die im jährlichen Wechsel zwischen der Stadt und den Geschäftsführern der großen Aalener Unternehmen beziehungsweise den Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften stattfindet. In diesem Jahr kommt es wieder zur Gesprächsrunde mit den Gewerkschaften und Betriebsratsvorsitzenden.

Erfreut zeigten sich beide Seiten, die IG Metall-Vertreter sowie Oberbürgermeister Gerlach über die derzeitige Entwicklung bei der Maschinenfabrik Alfing. Dies sei ein positives Beispiel dafür, dass auch bei uns noch in größerer Zahl hochqualifizierte und zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen werden können, wenn Betriebsleitung und Arbeitnehmervertreter sich zusammensetzen und ein tragfähiges Zukunftsmodell erarbeiten und wenn die zuständigen Behörden die entsprechenden Rahmenbedingungen durch schnelle und teilweise unbürokratische Entscheidungen schaffen.

Die Gesprächspartner vereinbarten abschließend, in regelmäßigem Kontakt zu bleiben und Oberbürgermeister Gerlach wünschte den Gewerkschaftern weiterhin viel Erfolg bei ihren nicht immer einfachen Aufgaben im Interesse der Arbeitnehmer der Stadt Aalen und des Altkreises Aalen.
© Stadt Aalen, 03.04.2007