Arbeitsgemeinschaft Rötenberg feiert an diesem Wochenende 30jähriges Bestehen

Die Arbeitsgemeinschaft des Nachbarschaftszentrums auf dem Rötenberg feiert an diesem Wochenende ihr 30jähriges Bestehen. Gestern (4. Juli) fand die offizielle Feier mit zahlreichen Vertretern der Stadt und an ihrer Spitze Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle, des Landkreises, den Kirchen und Arbeiterwohlfahrt statt.

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Heute ging es ab 9 Uhr mit einer besonderen Aktion mit dem Motto "Rund ums Nachbarschaftszentrum soll es schöner werden“ weiter. Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnquartier legten bereits zu früher Morgenstunde Hand an, um Müll aufzusammeln, ein neues Spielgerät auf dem Spielplatz und ein Outdoor-Tischfußballgerät aufzustellen. Diese Mitmach-Aktion ist Teil der offenen Bürgerbeteiligung im Rötenberg, die von der Stadt Aalen gemeinsam mit dem Stuttgarter Institut für Stadtplanung und Sozialforschung Weeber+Partner durchgeführt wird. Ziel ist es, bereits während der Antragstellung zur Aufnahme des Rötenbergs in das Programm „Soziale Stadt“ gemeinsam mit den Bewohnern erste Schritte zu unternehmen, die Situation im Stadtteil zu verbessern.

Heute Nachmittag findet dann das Sommerfest statt, bevor heute Abend die Feierlichkeiten mit einem Musikkonzert enden.
© Stadt Aalen, 05.07.2003
Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle (links) und Erster Bürgermeister Dr. Eberhard Schwerdtner (rechts)wurden im Rahmen eines Medienprojektes von den Jugendlichen des Nachbarschaftszentrums interviewt

"Mehr als eine moralische Verpflichtung, die Arbeit zu unterstützen"

Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle betonte gestern beim offiziellen Festakt, dass es mehr als eine moralische Verpflichtung sei, die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft zu unterstützen. Die Stadt und die Wohnungsbau habe in diesem Wohngebiet in der Nachkriegszeit schnell sozialen Wohnraum geschaffen, der zu einem schwierigen sozialen Gemengelage führte. Deshalb sei das finanzielle Engagement der Stadt für die Arbeit auf dem Rötenberg in Vergangenheit und Zukunkft selbstverständlich. Man unternehme auch erhebliche Bemühungen in das Bund-Länder-Programm "Die soziale Stadt" aufgenommen zu werden. Es stehe fest, dass ohne die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft, ohne das Nachbarschaftszentrum und ohne das hohe Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Kräfte auf dem Rötenberg mehr Probleme bestehen würden. Mit gutem Gewissen und durchaus etwas Stolz blickte der erste Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Albrecht Schmid, auf die vergangenen 30 Jahre des Engagements auf dem Rötenberg zurück. Und seit 24 leite Brigitte Gessler die soziale Einrichtung. "Sie ist das Herz und die Seele des Nachbarschaftszentrums." Josef Rettenmaier, Sozialdezernent des Ostalbkreises, wertete das Nachbarschaftszetnrum als wichtigen Beitrag für die soziale Stabilität in dieser Stadt. In ihren Abschlussworten ließ die Leiterin des Nachbarschaftszentrums Brigitte Gessler die vergangenen 30 Jahre Revue passieren. Sie erinnerte an die schwierigen Anfangsjahre. Die anfänglichen Widerstände gehören aber der Vergangenheit an, so Gessler. "Wir erhalten alle nur erdenkliche Unterstützung von Stadt und Kreis."