Armut – schau nicht weg!

Dieser Aufforderung möchten sich die katholische und evangelische Kirche nachdrücklich anschließen. In der täglichen Arbeit der Dienste von Diakonie und Caritas, aber auch in ökumenischen Projekten wie dem Kocherladen und dem Regionalen Bündnis für Arbeit, nehmen sie die Ursachen und Folgen von Kinderarmut war. Sie kennen die wichtigsten Risikofaktoren: materielle Armut der Eltern, Arbeitslosigkeit, geringer Bildungs- und Berufsstatus der Eltern, Trennungs- und Scheidungserfahrungen sowie elterliche Überforderung und ein Aufwachsen in belasteten Wohnmilieus auch bei uns in und um Aalen.

Armut ist in Deutschland keine Randerscheinung mehr. Immer mehr Menschen sind wenigstens zeitweise davon betroffen und das Bedrückende ist: es sind immer mehr Kinder und Jugendliche. Jedes siebte Kind in Deutschland ist arm. Armut raubt Kindern und Jugendlichen ein Stück Zukunft. Armut beeinträchtigt Kinder und Jugendliche in allen Lebensbereichen und häufig ein Leben lang.

Die Kirchen mit ihren Möglichkeiten vor Ort möchten mitwirken, dass Eltern in ihrer Armutssituation Unterstützung und Hilfe bekommen.

Kinder- und Jugendarmut in Deutschland hat viele Gesichter und ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen. In 26 Bildern beleuchten angehende Fotodesigner/innen des Berliner Lette-Vereins (Berufsschule für Design) die unterschiedlichen Lebenswelten junger Menschen, die von Armut betroffen sind. Der Betrachter erkennt was Kinderarmut bedeutet: Wir sehen Not und fühlen Beklemmung. Wir sehen aber auch Freude und Hoffnung.

Die Wanderausstellung, eine Leihgabe des Jugendrotkreuzes, wird am Donnerstag, 19. April 2007 um 18.30 Uhr im Rathausfoyer Aalen von Dr. Eberhard Schwerdtner, Dekan Dr. Pius Angstenberger und Pfarrerin Ursula Richter eröffnet.

Herr Michael Klundt , Köln, referiert über Kinderarmut in Deutschland: Ursachen, Folgen und Gegenmaßnahmen.

Hierzu laden die Veranstalter herzlich ein.
© Stadt Aalen, 03.04.2007