Ausgezeichnetes Projekt an der Hofherrnschule - Lesen macht stark

Der Bibliothekskurs der Hauptschule Hofherrnschule ist mit dem Projekt „Lesen macht stark“ durch eine unabhängige Jury von der Robert Bosch Stiftung gefördert worden.

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In Zusammenarbeit mit dem baden-württembergischen Kultusministerium hat das Projekt zum Ziel, das Zusammenleben von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Migrationshintergrund an Hauptschulen verbessern, sie in ihren sprachlichen und sozialen Kompetenzen zu stärken und ihnen damit bessere Zukunftschancen zu ermöglichen.

In der neu eingerichteten Schulbibliothek wurden unter der Leitung der städtischen Angestellten Birgit Simon in enger Absprache mit der Schulleitung durch verschiedene Maßnahmen die Projektinhalte umgesetzt. In einem ersten Treffen mit der Schulsozialarbeiterin Claudia Morcher wurde den Teilnehmern das Projekt vorgestellt und ein Kennenlernen der Teilnehmer ermöglicht. Anschließend konnten die beteiligten Schüler der 7. und 8. Klasse bei einem Besuch in einer Buchhandlung hinter die Kulissen schauen, sich über aktuelle Büchertrends informieren und die interessantesten Medien für die Schulbücherei anschaffen. Carmen Stumpf, ausgebildete Märchenerzählerin, führte bei einem Besuch die Kunst des professionellen Erzählens anschaulich vor. Gemeinsam wurde erarbeitet, worauf es beim Erzählen und Vorlesen ankommt.

Katrin Gold, ausgebildete Schauspielerin und Theaterpädagogin, erreichte durch spezielle Übungen eine Stärkung des Selbstwertgefühls der Schüler. Die beteiligten Schüler lernten, ihre Wünsche klarer zu formulieren, und selbstsicherer aufzutreten. Sie erfuhren ihren Körper als Instrument des Sprechens und den Stimmklang als Ausdruck von Emotionen. Die Teilnehmer wurden kommunikativer und kontaktfreudiger wurden. In der Auseinandersetzung mit sich selbst und mit ihren Mitschülern konnten soziale Fähigkeiten geübt und verbessert werden. So hat sich das Klima der beteiligten Schülerinnen und Schüler untereinander stark verbessert.

In der nun folgenden Projektphase bis zum Schuljahresende sollen die Schüler unter anderem Bücher vor einer Gemeinschaft vorstellen und sicher präsentieren.

Da dieses Projekt sehr erfolgreich realisiert werden konnte, wird es auf Dauer in den Schulalltag integriert werden.

Nun warten alle Beteiligten gespannt auf die Entscheidung der Jury der Robert Bosch Stiftung, ob dieses Projekt auch eine finanzielle Anschlussförderung von weiteren zwei Jahren erhalten wird. Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Die Stiftung beschäftigt sich vorrangig mit den Themenfeldern Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit, darüber hinaus befasst sie sich mit gesellschaftlichen Fragestellungen.
© Stadt Aalen, 03.06.2009