Ausstellungseröffnung Johann Grützke

„Koenigswege der Malerei“ und Konzert der Erlebnisgeiger

Am Sonntag, 25. Mai, 11 Uhr wird in der Galerie Schloss Fachsenfeld die Ausstellung „Koenigswege der Malerei“ mit Bildern von Johannes Grützke eröffnet. Am Nachmittag um 17 Uhr gibt es dann „Dialogische Poesie“ mit Tilmann Lehnert, Johannes Grützke und den Erlebnisgeigern.
Der Berliner Künstler des Jahrgangs 1937 und nach Martin Walser ein „Verzweiflungsvirtuose“, malt mit Leib und Seele figurativ. Abseits herrschender Moden und gängiger Stile konfrontieren seine Bilder den Betrachter mit einer frappierenden Mischung aus Gesellschaftsanalyse, Mythologie und kunsthistorischen Verweisen. Zu den Hauptwerken dieses in vielen Metiers aüßerst produktiven Künstlers, der u.a. durch zahlreiche Theaterarbeiten mit Peter Zadek bekannt geworden ist, zählt der „Zug der Volksvertreter“ (1989-91) in der Frankfurter Paulskirche und das Konstanzer Wandbild zur 48er Revolution „Morgen brechen wir auf“ (1997/98). Eigens zur Ausstellung auf Schloss Fachsenfeld erscheint eine Mappe mit Lithographien, die sich mit Schuldiktaten von C.F.D. Schubart beschäftigt.
Zur Schubart-Literaturpreisverleihung im März 2003 an Uwe Timm hat Grützke ein Porträt von Aalens berühmten Sohn Christian Friedrich Daniel Schubart gemalt, das ebenfalls in der Fachsenfelder Ausstellung gezeigt wird.

Um 17 Uhr steht dann Johannes Grützke mit Tilmann Lehnert und den Erlebnisgeigern auf der Bühne von Schloss Fachsenfeld, denn Grützke
ist nicht nur ein Maler, sondern auch ein wortgewaltiger Poet und auch ein Musiker. In dieser Eigenschaft ist er mit seinen Freunden aus alten Berliner Zeiten nun schon über 30 Jahre lang tätig. Die Zeiten haben sich geändert, die Musiker sind älter geworden, doch die Spielfreude, der Witz und vor allem die dialogische Poesie, die die Musik an Eigenwilligkeit zu übertrumpfen droht, ist immer noch oder wieder erfrischend neu.
Karten für dieses Konzerterlebnis gibt es im Vorverkauf beim Touristik-Service Aalen, Telefon 07361 52-2359, im Rathaus Fachsenfeld und im Schloss Fachsenfeld.
© Stadt Aalen, 14.05.2003