Bäderkonzeption

Die Stadt Aalen hat gemeinsam mit dem Büro Kannewischer aus Zug (Schweiz) eine Bäderkonzeption erarbeitet.

Freibad Hirschbach
Freibad Hirschbach
(© Franz Müller - www.franz-mueller.com)

In Aalen wird seit einiger Zeit über Zukunftsszenarien für die Aalener Bäder diskutiert. Im Mai 2015 hat der Gemeinderat den Projektstart zur Entwicklung der kommunalen Bäderlandschaft sowie die Projektstruktur mit Projektgruppe und Steuerungsgruppe beschlossen. Im Juli 2016 wurde dem Technischen Ausschuss und dem Gemeinderat der Sachstand der Projekt- und Steuerungsgruppe und mögliche Varianten für die Entwicklung der Bäder vorgelegt, sowie das weitere Verfahren festgelegt.

Im September 2016 haben sich dem Gemeinderat zwei auf Bäder spezialisierte Büros vorgestellt, von denen dann im November 2016 durch den Weisungsbeschluss des Gemeinderates an die Stadtwerke Aalen GmbH das Büro Kannewischer (Zug, Baden-Baden) zur Erstellung einer Bäderkonzeption für Aalen ausgewählt und beauftragt wurde. Im November 2016 erfolgte außerdem eine Exkursion des Aufsichtsrates der Stadtwerke Aalen GmbH und der Steuerungsgruppe Bäder unter Begleitung von Herrn Studer (Büro Kannewischer) zur Besichtigung mehrerer Bäder in München, Nürnberg und Hamburg.

Unter Einbeziehung des von den Stadtwerken Aalen GmbH und der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellten Datenmaterials, sowie der Ergebnisse aus Nutzerworkshops mit Vertretern der Schulen und Vereinen und durch eigene Erhebungen erstellte das Büro Kannewischer eine vertiefte Studie und erarbeitete ein Gesamtkonzept für die kommunale Bäderstruktur in Aalen. Eine Zwischenpräsentation der ersten Ergebnisse erfolgte im Technischen Ausschuss am 22. März, im Gemeinderat am 30. März und in einer Bürgerinformationsveranstaltung am 4. April 2017.

Grundsatzbeschluss vom 14.12.2017

Der Abschlussbericht des Büros Kannewischer wurde vom Gemeinderat am 18. Mai zur Kenntnis genommen. In der Sitzung am 14. Dezember 2017 wurde folgender Grundsatzbeschluss gefasst:

  1. Am Standort des heutigen Freibades im Hirschbach soll ein neues Kombibad (Kombination aus Freibad und Hallenbad) entstehen. Grundlage für die weitere Planung ist dabei die Konzeptvariante des Schlussberichts „Bäderkonzeption Aalen“, Juni 2017 (Hallenbad u.a. mit 25-m-Becken und 8 - 10 Bahnen; Freibad u.a. mit 50-m-Becken und 8 Bahnen).
    Die genaue Ausprägung des Kombibades (Raumprogramm und Wasserflächen) ist im weiteren Verfahren zu untersuchen und bis zur Auslobung eines Architektenwettbewerbs vom Gemeinderat festzulegen. Dazu sollen Berechnungen der alternativen Varianten dem Gemeinderat vorgelegt werden (insbesondere zu Fixkosten, Erlöspotentialen, Eintrittspreisgestaltung).
    Das Investitionsvolumen soll 34 Mio. Euro netto (40,46 Mio. Euro brutto) nicht übersteigen.
  2. An der Sanierung des Freibades Spiesel wird, wie vom Gemeinderat bereits beschlossen, festgehalten. Die Sanierung erfolgt in Abschnitten. Der erste Abschnitt (Eingangsgebäude, Kiosk, Umkleideräume, Schwallwasserkammer, BHKW, Planschbecken) befindet sich bereits in Planung und soll in den Jahren 2018 und 2019 mit einem Kostenaufwand von max. 4 Mio. Euro netto (4,76 Mio. Euro brutto) umgesetzt werden. Für Baumaßnahmen auf städtischem Grund und Boden (PKW- und Fahrradstellplätze und weitere Anlagen) wird von der Stadt Aalen 1 Mio. Euro im städtischen Haushalt zur Verfügung gestellt. Ein zweiter Bauabschnitt (Erneuerung der Schwimmbecken, Badewasseraufbereitung) wird nach Ende der max. Nutzungsdauer erfolgen.
  3. Die Limes-Thermen werden aufgewertet, insbesondere wird die Saunalandschaft attraktiviert und das Restaurant wird an den Nassbereich angebunden. Hierzu werden 10 Mio. Euro netto (11,9 Mio. Euro brutto) vorgesehen.
  4. Mit Eröffnung des Kombibades wird das Hallenbad am Galgenberg aufgegeben und damit auch der bisherige Standort des Hallenbades als Badstandort.
  5. Die Finanzierung soll entsprechend der Finanzierungskonzeption Bäderinvestitionen (Stand September 2017) erfolgen (s. Anlage) und fortgeschrieben werden. Hierzu wird der Gemeinderatsbeschluss vom 20.05.2010 bis einschließlich dem Haushaltsjahr 2021 der Stadt Aalen (betrifft Geschäftsjahr 2020 der Stadtwerke Aalen GmbH) ausgesetzt, wonach die Stadtwerke Aalen jährlich eine Gewinnausschüttung in Höhe von 1,8 Mio. € zu erwirtschaften und abzuliefern haben.
  6. Das Büro Kannewischer soll die Umsetzung der Bäderkonzeption für Aalen weiter begleiten.
  7. Die Zuständigkeiten (Vorberatung und Entscheidung) für die Bäderkonzepte liegen beim Gemeinderat der Stadt Aalen. Die dort gefassten Beschlüsse gelten automatisch auch als Weisungsbeschlüsse an den Vertreter der Stadt Aalen in der Gesellschafterversammlung und damit an die Geschäftsführung der Stadtwerke Aalen GmbH, sowie als Weisungen an die Vertreter der Stadt Aalen im Aufsichtsrat der Stadtwerke Aalen GmbH gemäß § 104 Abs. 1 GemO für Baden-Württemberg.