Basis für Umarmung der Staatschefs

Bei einem Empfang der französischen Gastgeber in St. Lô für die Delegationen der drei Partnerstädte Aalen, St. Ghislain und Christchurch waren sich deren Vertreter einig über die enorme Bedeutung von Städtepartnerschaften.

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AALEN / ST. LÔ Die Begrüßung am Samstag vor dem Rathaus von St. Lô fand im Rahmen des Vire-Festes sowie der Feier zu 25 Jahre Städtepartnerschaft Aalen - St. Lô statt. Die Bedeutung Städtepartnerschaft Aalen - St. Lô, die am vergangenen Wochenende im Rahmen des Vire-Festes in St. Lô gefeiert wurde, stellten sowohl Aalens Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle als auch dessen französischer Kollege Francois Digard beim Empfang der Delegationen heraus.

Pfeifle erinnerte beim späteren Festakt an die Begegnung zwischen Frankreichs Staatspräsident Jaques Chirac und Gerhard Schröder in der Normandie anlässlich des 60. Jahrestages der Landung der Alliierten: "Wenn sich die beiden Staatsoberhäupter hätten umarmen können, dann sei die Basis dafür bei den vielen Kontakten zwischen den Menschen der beiden Länder gelegt worden," sagte Pfeifle.

"Die Bürgerinnen und Bürger von St. Lô sind sehr verbunden mit Aalen", betonte Digard. Der Austausch zwischen beiden Städten habe in den vergangenen Jahren hervorragend funktioniert.
Digard forderte die Gäste auf, die Stadt zu besichtigen, denn es habe sich viel zum Postiven verändert. Der französische Bürgermeister verwies vor allem auf das Ufer des Flusses Vire. Aalens Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle hob hervor, dass dies ein Wochenende der Freundschaft und internationalen Begegnung sei. Rund 80 Personen seien aus Aalen angereist, um das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft zu feiern, sagte Pfeifle. "Wir Deutsche sind dankbar dafür, dass 60 Jahre nach der Landung der Alliierten in der Normandie die heute hier vertretenen Länder in guter Partnerschaft verbunden sind."

Sue Spittle, Bürgermeisterin in Christchurch, sagte mit Blick auf die Europawahl, dass sie den Ärmelkanal nicht als Mauer betrachte, sondern als Tür, die den Freunden offen stehe. Fabrice Fourmanoit, Vertreter von St. Ghislain, der belgischen Partnerstadt von St. Lô, erinnerte daran, dass die belgische Stadt vor 25 Jahren "ein wenig Geburtshelfer" gespielt habe.
Die Musiker der "Union Musical Cenilly-Hambye" spielten zur Eröffnung des Empfangs auch die Nationalhymnen von Frankreich und Deutschland vor dem Rathaus, wo sich zudem viele St. Lôer einfanden.
© Stadt Aalen, 28.06.2004

Geistliche Dimension

Ein ökumenischen Gottesdienst am Vire-Ufer stand am Sonntagmorgen ebenfalls ganz im Zeichen der internationalen Begegnung. Dies betonte der katholische Geistliche, Daniel Jamelot, schon zu Beginn der Messe. "Mit großer Freude sind wir wieder zusammengekommen, um der Begegnung auch eine geistliche Dimension zu geben." So stand denn seine Predigt ganz im Zeichen des "Hauses Europa", an dessen Bau sich alle Partnerstädte und deren Bewohner beteiligen. Von diesem Gebäude, das von der Begegnung lebe, das von allen Generationen mit Leben erfüllte werde, sprach auch Bürgermeister Francois Digard beim Festakt zum 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum, das sich dem Gottesdienst anschloss. Digard erinnerte an die Landung der Alliierten vor 60 Jahren. Und dem Wandel der Beziehungen der Ländern zueinander. Das Vire-Fest selbst sei mittlerweile zu einer Tradition St. Lôs geworden. "Die Vire ist ein Symbol des wirtschaftlichen, des touristischen aber auch des kulturellen Lebens von St. Lô", hob Bürgermeister Digard hervor. Seit fünf Jahren werde die Uferzone des Flusses umgestaltet. Diese Entwicklung sei sehr positiv. "Die Vire lebt wieder auf." Dieses Stadtviertel ziehe immer mehr Menschen an, wegen seiner Attraktivität. Deshalb sei eine weitere Umgestaltung geplant. Das Vire-Fest sei auch Anlass, dass sich die Menschen aus den Partnerstädten treffen. "Die Beziehungen zwischen Aalen und St. Lô könnten nicht besser sein", stellte Aalens Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle beim Festakt am Vire-Ufer fest. Die beiden Städte seien sich trotz der Entfernung von 1000 Kilometern sehr nahe gekommen. "Wir haben am Haus Europa mitgebaut." Lesen Sie mehr: $(link:e:http://www.schwaebische-post.de|Schwäbische Post|_blank)$