Beirat von Menschen mit Behinderungen übergibt Handlungskonzept „Aalen für ALLE“

Am 20. April 2010 wurde zusammen mit der Aalener Agendagruppe "Aalen barrierefrei" und anderen Vereinen und Trägern der Behindertenhilfe der Beirat von Menschen mit Behinderungen gegründet. Ziel war es, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Leben und die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raums zu verbessern.

Ein wichtiger Meilenstein für die Arbeit des Beirats ist der Beitritt der Stadt Aalen zur „Erklärung von Barcelona“. Die Erklärung von Barcelona wurde anlässlich des Europäischen Kongresses „Die Stadt und die Behinderten“ am 23. und 24. März 1995 im spanischen Barcelona, erarbeitet und verabschiedet. Dieses von der EU initiierte und geförderte Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt von EU, den TeilnehmerInnen des Kongresses und der Stadt Barcelona. Mit dieser Erklärung formulieren die Initiatorinnen aus verschiedenen europäischen Städten Standards zur Schaffung gleichberechtigter Lebens- und Entfaltungsmöglichkeiten für behinderte Menschen in den und durch die Kommunen. Der Erklärung sind bis heute 43 deutsche Städte und Gemeinden, darunter z.B. Heidelberg, Mannheim, Tübingen und Hüttlingen beigetreten.

Der Beirat von Menschen mit Behinderungen möchte, dass auch die Stadt Aalen der Erklärung von Barcelona beitritt und hat dazu das Handlungskonzept „Aalen für ALLE“ erarbeitet.

Der Beitritts-Antrag wurde im Rahmen der Sitzung am 18. April 2011 von den Beirats-Sprechern Kurt Abele, Silke Kiesewetter und Oswald Tretter an Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher und die Gemeinderatsfraktionen übergeben. Kurt Abele erklärte bei der Übergabe: „Wir verstehen die Unterzeichnung des Handlungskonzeptes durch die Stadtverwaltung als eine Absichtserklärung, nötige Maßnahmen in einem kommenden Zeitfenster von zirka zehn Jahren – in Abhängigkeit der finanziellen Möglichkeiten der Stadt Aalen – umzusetzen.“ Die Stadtverwaltung wurde gebeten, den Antrag auf Umsetzbarkeit zu prüfen und wenn nötig Änderungsvorschläge zu machen. In der nächsten BmB-Sitzung am 4. Juli 2011 soll seitens der Stadtverwaltung und der Gemeinderatsfraktionen eine Stellungnahme abgegeben werden.
© Stadt Aalen, 05.05.2011

Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Anlässlich des Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2011 informiert der Beirat von Menschen mit Behinderungen am kommenden Samstag, 7. Mai von 8 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt (vor dem Schwäpo-Shop) zum Thema „Aalen für ALLE – Inklusion beginnt im Kopf“. Über eine Umfrage-Aktion von Aktion Mensch zum Thema Inklusion möchten Mitglieder des Beirats mit Passanten und Wochenmarktbesuchern ins Gespräch kommen: Auf acht Tafeln steht jeweils eine provokante These zu den Themen Arbeit, Bildung, Freizeit, Wohnen, Barrierefreiheit und Inklusion. Alle Interessierten sind aufgerufen, über diese Thesen abzustimmen. Am Gleichstellungstag selbst beteiligt sich der Beirat von Menschen mit Behinderungen an der Menschenkette um das Landratsamt, die vom Aalener Aktionsbündnis aus Lebenshilfe, Körperbehindertenverein und Samariterstift veranstaltet wird. $(text:b:Sitzungen mit Gebärdendolmetscher)$ Stimmberechtigte Mitglieder des Beirats sind zehn Vertreter aus Vereinen, Verbänden und Selbsthilfegruppen von Menschen mit Behinderungen und vier Vertreter von Einrichtungen der Behindertenhilfe. Beratende Mitglieder sind Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Vertreter der Fraktionen im Gemeinderat. Der Beirat von Menschen mit Behinderungen trifft sich viermal im Jahr. Die Sitzungen sind öffentlich. Sie finden im Rathaus im Kleinen Sitzungssaal statt. Um auch gehörlosen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen nimmt an jeder Beiratssitzung ein Gebärdensprachdolmetscher teil. Das Handlungskonzept „Aalen für Alle“ sowie weitere Informationen zum Beirat von Menschen mit Behinderungen sind im Internet unter $(link:i:92720|http://www.aalen.de/bmb|www.aalen.de/bmb_blank)$ zu finden.