Bekämpfung von Eichenprozessionsspinnern

Im gesamten Land Baden-Württemberg gibt es seit einigen Jahren Probleme mit dem Waldschädling – Eichenprozessionsspinner. Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, dessen Raupen in Eichen leben und bis in den Herbst hinein durch winzige Brennhaare beim Menschen entzündliche und juckende Hautreaktionen hervorrufen können. Die allergischen Reaktionen können im Einzelfall zu einer erheblichen Gesundheitsgefährdung für den Menschen werden.

In Abstimmung mit den Regierungspräsidien, den Gesundheitsämtern und den staatlichen Forstämtern wurde im Jahr 2008 in den Schwerpunktgebieten $(text:b:Rohrwang und Tannenwäldle)$ durchgeführt das Pflanzenbehandlungsmittel „Dipel ES“ aus dem Hubschrauber versprüht.

Diese Maßnahme, sowie der Witterungsverlauf der letzten beiden Jahre hat eine deutlichen Verringerung des Befalls in den betreffenden Gebieten bewirkt. Allerdings gibt es immer noch bzw. immer wieder kleinere Bereiche , Baumgruppen oder Einzelbäume mit starkem Befall des Eichenprozessionsspinners.

Die Stadt Aalen (Grünflächen- und Umweltamt) lässt deshalb durch eine Spezialfirma an einzelnen bekannten Schwerpunkten sowie stark frequentierten Stellen Sprühungen mit dem Pflanzenschutzmittel Dipel ES mit Spezialfahrzeugen durchführen.

Das Pflanzenschutzmittel „Dipel ES“ ist ein zugelassenes Mittel, das spezifisch gegen blattfressende Raupen wirkt und von dem keine Gefahr für den Menschen ausgeht. Dipel ES wirkt durch eine sterile, kristalline Substanz die aus dem Bacillus thuringiensis (B.t.) gewonnen wird.

Es ist nicht auszuschließen, dass es für einzelne Grundstücke Beeinträchtigungen wie z.B. Sprühnebel gibt, der jedoch völlig ungefährlich ist. Der sich beim Trocknen bildende Belag wird beim nächsten Regen abgewaschen oder kann in geeigneter Weise abgespritzt werden. $(text:b:Dies ist ein minimaler Nachteil im Vergleich zu der Gefahr, die von einer weiteren Verbreitung des Eichenprozessionsspinners ausgehen kann.)$

Die geplante Bekämpfungsmaßnahme dient auch dem persönlichen Schutz. Die gefährlichen Brennhaare der Raupen werden durch Luftströmungen bis zu 100 m weit getragen und können über mehrere Jahre hinweg allergische Reaktionen auslösen können.

Der Termin für die Bekämpfungsmaßnahme wird witterungsabhängig in den nächsten Wochen sein.

Weitere Infos sind unter $(link:e:http://www.aalen.de|www.aalen.de|_blank)$ zu finden.
© Stadt Aalen, 06.05.2010