Besucherbergwerk eröffnet

Mit dem traditionellen Steigergebet wurde am vergangenen Samstag (12. März) die 18. Saison im Besucherbergwerk „Tiefer Stollen“ in Aalen eröffnet. Zum ersten Mal fand die Eröffnungsfeier unter Tage statt.

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Und dass es soweit kommen konnte, mussten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erst einmal 2,5 Kubikmeter Eis entfernen, das sich aufgrund der winterlichen Temperaturen in den vergangenen Monaten im Stollen bildete.

Mit einem herzlichen „Glück auf“ begrüßte Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle die zahlreich erschienenen Gäste, unter ihnen auch Bundestagsabgeordneter Georg Brunnhuber und der „Vater der Speläotherapie“ in Aalen, Dr. Walter Kupferschmid. „Wir gehen voller Optimismus in die kommende Saison und gehen auch davon aus, dass wir wieder rund 60 000 Besucher begrüßen können.“ Seit seiner Eröffnung seien 1,08 Millionen Menschen in das Schaubergwerk eingefahren. Nicht nur Touristen, wie das Stadtoberhaupt hervorhob, sondern auch Patienten, welche die gute Luft im Stollen einatmen wollen und dadurch eine Linderung ihrer Beschwerden, wie zum Beispiel Asthma, erfahren. Die erste Kur beginne am 15. März und die Anerkennung Röthardts als Kurort habe deutliche Impulse gegeben.

$(text:b:Geschenk vom Bundestagsabgeordneten)$

Ein besonderes Geschenk überreichte Bundestagsabgeordneter Georg Brunnhuber Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle. Sein Großvater mütterlicherseits Adolf Fischer arbeitete über 40 Jahre im Bergwerk am Brauenberg. Im vergangenen Jahr wurde im Nachlass seines Onkels die Urkunde für sein 40jähriges Arbeitsjubiläum gefunden, die er Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle übergab. Die Urkunde, so Pfeifle, soll im Bahnhofsgebäude an einem würdigen Platz aufgehängt werden.

$(text:b:Ausstellung zum Schillerjahr „Eisenköpfe“ wurde eröffnet)$

In diesem Jahr bietet der Tiefe Sollen seinen Besuchern eine ganz besondere Attraktion. Die Ausstellung „Eisenköpfe, Aus dem Berg – zurück in den Berg“, die ebenfalls am vergangenen Samstag eröffnet wurde, zeigt, wie der Wasseralfinger Eisenguss auch für die künstlerische Produktion unter anderem größerer und kleinerer Porträts genutzt wurde. Außerdem gibt das 200. Todesjahr Friedrich Schillers Anlass, daran zu erinnern, dass der Dichter sowie sein Werk auch im Bereich des ehemals königlich-württembergischen Hüttenwerks Wasseralfingen Spuren hinterlassen hat. Der bekannte Bildhauer Johann Friedrich Dannecker ließ in Wasseralfingen unter anderem auch eine Büste von Friedrich Schiller gießen.

Die Eröffnungsfeier begann mit einem ökumenischen Wortgottesdienst von Pfarrerin Ursula Richter und Pfarrer Gebhard Lutz, der musikalisch von der Gruppe „Schalom“ begleitet wurde.

Bis zum 6. November kann täglich in den ehemaligen Erzstollen eingefahren werden.
© Stadt Aalen, 13.03.2005