Besucherbilanz 2007 im Limesmuseum Aalen mit neuem Besucherrekord

Rund 48 000 Römerfans besuchten im vergangenen Jahr das Limesmuseum in Aalen. „Uns ist es gelungen, das Rekordergebnis vom Vorjahr nochmals zu überbieten. Aalen stärkt damit seine Bedeutung als Dreh- und Angelpunkt des UNESCO-Weltkulturerbes Limes in Baden-Württemberg noch weiter“ bilanziert Oberbürgermeister Martin Gerlach das abgelaufene Museumsjahr.

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Doch nicht nur die Führungen durch die Welt der Antike erwiesen sich als Besuchermagnet und überboten die bisherigen Besucherzahlen seit Bestehen des Museums. Auch in den meisten anderen Standardbereichen legte sich das Fachpersonal kräftig ins Zeug und kann hier stolz auf einen Anstieg zurückblicken. Zudem sorgen auch Veranstaltungen jenseits des üblichen Museumsbetriebs für steigende Popularität.

Feste, Familiennachmittage, Führungen, Sonderausstellungen, Projektarbeiten, Kindergeburtstage, Fortbildungen und Beratungen - das Limesmuseum als Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums Baden-Württemberg wurde auch im vergangenen Jahr seiner Aufgabe mehr als gerecht. Mit einer Gesamtsumme von 48 029 Besuchern in allen Bereichen im Jahr 2007 konnte das Museum die Vorjahreszahl 2006 von 46 522 Besuchern noch überbieten - ein Aufwärtstrend der sich seit der Eintragung des Museumsgeländes in die UNESCO-Welterbeliste seit 2005 schon andeutete: "Das ist eine Zahl, die in der Region durchaus eine Rolle spielt", freut sich Museumsleiter Ulrich Sauerborn.

Der Löwenanteil des Zuwachses ist im Bereich Führungen und Projektarbeit zu verzeichnen. Bei letzteren geht der Trend immer mehr zu betreuten Aktionen, die neben einer Führung auch Filme und die Herstellung kleiner Produkte, wie etwa einer antiken Salbe, beinhalten. Besonders bemerkenswert ist auch die Zahl von 13 277 auswärtigen Schülern, die das größte Römermuseum Süddeutschlands erleben wollten. Dabei wurde diese Erfolgszahl durch den Bahnstreik und die damit verbundene Absage von 40 Schulklassen noch gemindert.
© Stadt Aalen, 11.02.2008
Bogenschießen vor der Reiterbaracke
Als Rekordmonat erwies sich auch 2007 der Juni mit rund 9000 Besuchern. Highlights mit überregionaler Resonanz war die Sonderausstellung "FORM + Schön", die archäologische Funde mit einer dazu passenden Gemäldeausstellung verband, und der 1. Archäologische Experimentiertag. Aber auch im Bereich ungewöhnlicher Veranstaltungen macht sich das Museum immer mehr einen Namen. Mit dem Ausrichten kleiner Firmenfeiern, wie etwa Empfängen mit römischem Wein oder einem rustikalen Essen in der Reiterbaracke, geht das Museum neue Wege: "Alle Veranstaltungen wurden hervorragend angenommen", bilanziert Ulrich Sauerborn "aber auch das gute Wetter trug seinen Teil dazu bei", ergänzt er. Nicht zu vergessen in diesem Zusammenhang sei auch die gute Kooperation mit dem Archäologischen Landesmuseum als Stammhaus und dem städtischen Schul-, Sport- und Kulturamt. Auch in diesem Jahr warten auf das Museum neue Aufgaben, unter anderem Umbaumaßnahmen in Zusammenhang mit der Einrichtung des Limes-Informationszentrums und am 27. und 28. September finden zum neunten Mal die Internationalen Römertage mit interessantem Programm und neuen Gruppen statt.