Brücke in der Curfeßstraße freigegeben

Nach sieben Monaten Bauzeit haben Oberbürgermeister Martin Gerlach und Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler die neue Kocherbrücke in der Curfeßstraße eingeweiht. Gemeinsam mit Landtagsabgeordnetem Winfried Mack, Landrat Klaus Pavel und zahlreichen Gemeinderatsmitgliedern haben sie symbolisch das Band zerschnitten und die Brücke für den Verkehr freigegeben.

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Traditionell wird zu den Reichsstädter Tagen ein für die Stadtentwicklung bedeutsames Projekt eingeweiht. „Diese Brücke ist ein wichtiges Stück Infrastruktur, da die Curfeßstraße eine bedeutsame innerörtliche Verbindungsstraße ist“ betonte Oberbürgermeister Martin Gerlach. „Der Abriss der über 100 Jahre alten Kocherbrücke erfolgte im März 2013. Der kleine Cityring kann nun wieder eröffnet werden, denn die beiden Hauptverkehrsadern Friedrichstraße und Bahnhofstraße werden über die Curfeßstraße innenstadtnah verbunden. Der Gehweg ist wegen der Fußgängernutzung durch Schüler extra breit ausgelegt worden und auch Busse können die Brücke ab sofort wieder benutzen. Auf dass die Brücke auch wieder über 100 Jahre hält.“

Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler erinnerte, dass die alte Brücke damals gerade mal 8000 DM gekostet hätte. Diese hätte über ein Jahrhundert überstanden, aber im Jahre 2011 hätte sie auf 7,5 Tonnen limitiert werden müssen und sei somit für Busse und LKWs nicht mehr passierbar gewesen. „2012 mussten wir dann aus Sicherheitsgründen ernsthaft über eine Komplettsperrung nachdenken. Der Gemeinderat hat dann allerdings ohne große Diskussion den Weg für den Neubau freigemacht und 633.000 Euro bewilligt.“ Anschließend dankte sie den beteiligten Firmen, den Mitarbeitern des Tiefbauamtes und besonders auch allen Anliegern

Mit der anschließenden Brückenhocketse wollte sich die Stadt als Bauherrin auch bei den Anwohnern bedanken, die über ein halbes Jahr die Sperrung hinnehmen mussten. Außerdem waren die am Bau beteiligten Firmen und Handwerker und die ganze Bürgerschaft geladen. Das Städtische Orchester spielte zur Unterhaltung auf und verköstigte die Gäste mit Spezialitäten vom Grill und kühlen Getränken.
© Stadt Aalen, 13.09.2013

Hintergrund

Die bestehende und im Jahr 1910 hergestellte Brücke war in einem schlechten baulichen Zustand und musste erneuert werden. Die Tragfähigkeit war bereits seit 15 Jahren eingeschränkt und eine Vollsperrung aus Sicherheitsgründen lag in greifbarer Nähe. Die alte Brücke mit einer Spannweite von 8 Metern wurde abgebrochen und durch eine neue mit einer Spannweite von 12 m ersetzt. Es wurden rund 65 Tonnen Baustahl verlegt und 235 Kubik Beton eingebaut. Die Gesamtlänge der 90 cm dicken Bohrpfähle beträgt 460 m. Die Gesamtkosten der Maßnahmen betragen 662.000 Euro, davon reine Brückenbaukosten 450.000 Euro. Mit der Erneuerung der Brücke waren auch umfangreiche Leitungsverlegungen der Stadtwerke Aalen und der Telekom verbunden. Die Fische im Kocher sind nicht in Mitleidenschaft gezogen worden und haben häufig die Brückenbauarbeiten still im Wasser liegend beobachtet. Die angrenzende Wiener Straße soll bis Mitte Oktober fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben werden.