Bürgerfreundliches Verhalten

Die Verwaltung der Stadt Aalen zeigte sich einmal mehr bürgerfreundlich. In der vergangenen Sitzung des Gemeinderats wurde nachgefragt, warum die Glocken beim Mahnmal auf der Schillerhöhe bereits um 18.45 Uhr und nicht - wie über Jahrzehnte gewohnt - um 19.45 Uhr läuten.

Nachforschungen von Oberbürgermeister Ulrich Pfeifle in seiner Verwaltung ergaben, dass das um eine Stunde frühere Läuten auf einen Wunsch einer Nachbarin des Mahnmals zurück geht. Sie hatte gegenüber der Verwaltung vorgebracht, dass ihr Kind immer frühzeitig ins Bett gehe und durch das Läuten der Mahnmalglocken um 19.45 Uhr jeden Abend geweckt werde. Anschließend könnte das Kind für längere Zeit nicht mehr einschlafen. Innerhalb der Verwaltung wurde geprüft, ob das Glockenläuten vorverlegt werden könnte. Warum die Mahnmalglocken täglich um 19.45 Uhr läuten, konnte nicht ermittelt werden. Auch Nachforschungen durch das Stadtarchiv brachten keine Erkenntnisse. Und weil kein geschichtlicher Zusammenhang hergestellt werden konnte, entschied die Verwaltung, dem Wunsch der Anliegerin nachzukommen und das Läuten um eine Stunde vorzuverlegen.

Seit dem 22. Dezember vergangenen Jahres läuten die Glocken beim Mahnmal auf der Schillerhöhe deshalb um 18.45 Uhr und die Verwaltung geht davon aus, dass Mutter und Kind nun zu ihrer täglichen Ruhe kommen können.

© Stadt Aalen, 04.03.2004