Bürgergespräch in der Triumphstadt

Oberbürgermeister Martin Gerlach hatte am Mittwochabend, 26. Oktober 2011 zum Bürgergespräch ins Vereinsheim der Gartenfreunde Unterkochen in der Triumphstadt geladen.

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Knapp 100 Einwohnerinnen und Einwohner der Triumphstadt folgten dieser Einladung und füllten den Gastraum des Vereinsheims bis auf den letzten Platz, so dass noch zusätzlich Stühle herbeigeschafft werden mussten. Nach einer kurzen Einführung zur aktuellen kommunal – und haushaltspolitischen Situation der Stadt Aalen eröffnete das Stadtoberhaupt die Frage- und Diskussionsrunde.

Die Triumphstädter nutzten intensiv die Möglichkeit, ihre Anliegen dem Oberbürgermeister direkt vorbringen zu können und im Verlauf des Abends schälten sich mehrere Schwerpunktthemen heraus. Als ein ganz wichtiger Wunsch wurde die Instandsetzung des Triumphstadtweges hinunter ins Industriegebiet angeführt. Der jetzige Zustand des Weges ist aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr akzeptabel und die Verkehrssicherheit für die Fußgänger nicht mehr gegeben. Oberbürgermeister Gerlach erläuterte, dass die Sanierung des Weges in den vergangenen beiden Jahren jeweils der prekären Haushaltslage zum Opfer gefallen war. Die im Jahr 2009 angesetzten Baukosten von knapp 50.000 Euro ohne Beleuchtung bzw. 70.000 Euro mit Beleuchtung wären einfach nicht zu finanzieren gewesen, so das Stadtoberhaupt. Auf die Frage, ob auch eine abgespeckte Instandsetzung in Frage kommt, erhielt Gerlach Zustimmung und sagte zu, das Tiefbauamt eine günstigere Variante prüfen zu lassen.
© Stadt Aalen, 28.10.2011

Begegnungsort für Gemeinwesenarbeit

In der Triumphstadt existieren verschiedene Gruppen der Gemeinwesenarbeit wie Jungschar, Krabbelgruppe oder Club Senior, die sich derzeit im stillgelegten ehemaligen evangelischen Kindergarten regelmäßig treffen. Ein neues Gebäude als Ort der Begegnung müsse nicht geschaffen werden, so der Tenor, aber der alte Kindergarten habe dringenden Sanierungsbedarf. Dem widersprach Ralf Drescher, Dekan der Evangelischen Kirchengemeinde Aalen. Ein Sicherheitsingenieur der Landeskirche stellt in einer jährlichen Überprüfung die Sicherheit und Nutzbarkeit des Gebäudes fest. Eine Gefährdung für die Menschen, die die Räume nutzen, ist deshalb nicht gegeben. Dekan Drescher machte zudem deutlich, unter welchem finanziellen Druck nicht nur die Stadt, sondern auch die Evangelische Kirche mit ihrem umfangreichen Immobilienbestand steht. Aus der Mitte der Anwesenden wurde im Laufe der Diskussion zudem die Meinung geäußert, dass die Räumlichkeiten im jetzigen Zustand noch gut nutzbar sind und es keinen Grund für Klagen gibt. Als weitere Themen wurden von den Anwesenden eine uneinheitliche Straßenbeleuchtung, Geruchsbelästigungen durch die ortsansässige Industrie, die Frequenz des Winterdienstes, Verkehrsgefährdungen durch Raser sowie wilder Baumbewuchs in der Pommernstraße und die Gefahr durch Radfahrer auf dem Gehweg vom Burgstallkreisel in Richtung Innenstadt von den Anwesenden vorgebracht. Oberbürgermeister Gerlach, der von Bürgermeister Wolf-Dietrich Fehrenbacher und dem OB-Referenten Stefan Rieger begleitet wurde, sagte eine Überprüfung dieser Themen zu und versprach eine Rückmeldung an die Bewohnerinnen und Bewohner der Triumphstadt. Nach rund zweistündiger Dauer schloss Gerlach die Frage- und Diskussionsrunde, um danach noch das persönliche Gespräch mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern zu suchen.