Bundestagswahl am 18. September 2005 Informationsserie (2) - Was hat es mit der Erst- und Zweitstimme auf sich?

Zwei "Kreuzchen" - die vielzitierte Erst- und Zweitstimme -sollen auf jedem Wahlzettel den politischen Willen des Wählers deutlich machen. Weil viele Bürgerinnen und Bürger nicht so recht wissen, was es mit der Erst- und Zweitstimme auf sich hat, nachfolgend einige Erläuterungen.

(© )
598 Abgeordnete stehen am 18. September 2005 zur Wahl. 299 werden durch die Bevölkerung in den Wahlkreisen direkt gewählt (Direktmandat) die restlichen 299 kommen über die Landeslisten in den Bundestag. Für die Direktwahl ist die Erststimme (linke, schwarzgedruckte Hälfte des Stimmzettels) entscheidend. Sie gibt dem Bürger die Möglichkeit, den Kandidaten in den Bundestag zu wählen, dem er in seinem Wahlkreis das größte Vertrauen entgegenbringt. Wichtig dabei ist, dass der Gewählte nicht unbedingt auch der Partei angehören muss, die nach dem Willen des Wählers im Bundestag das Sagen haben soll. Es ist durchaus möglich, dem Bewerber der Partei X die Erststimme, jedoch der Partei Y die Zweitstimme zu geben. Als direkt gewählt gilt der Kandidat, der im Wahlkreis die meisten Stimmen auf sich vereinigt hat.

Die Zweitstimme (rechte, blaugedruckte Hälfte des Stimmzettels) allein ist ausschlaggebend für die politische Zusammensetzung des Deutschen Bundestages, für das Stärkeverhältnis der Parteien und der Sitzverteilung in den nächsten vier Jahren. Je nach Anzahl der bei dieser Verhältniswahl abgegebenen Zweitstimmen werden die 598 Abgeordnetensitze auf die Parteien verteilt.

Nach der Stimmenauszählung wird in jedem Bundesland nach einem besonderen mathematischen Verfahren ermittelt, wie viele Sitze einer Partei aufgrund der auf sie entfallenden Zweitstimmen zustehen. Davon wird dann zunächst die Zahl der Mandate abgezogen, die in der direkten Wahlkreiswahl durch die Erststimmen gewonnen wurden. Die danach verbleibenden Sitze werden nach der Rangordnung der Landeslisten der Parteien verteilt. Sitze im Bundestag erhalten nur die Parteien, die mehr als fünf Prozent aller bei der Bundestagwahl insgesamt abgegebenen gültigen Zweitstimmen oder mindestens drei Direktmandate auf sich vereinigen können.


$(text:b:Fragen zur Wahl ? )$
Das Wahlamt der Stadt Aalen gibt Auskunft!
Telefon-Nummer 07361 52-1261.
Vormittags: Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 12 Uhr
Nachmittags: Montag bis Mittwoch von 14 Uhr bis 16 Uhr
Donnerstag von 15 Uhr bis 18 Uhr.
© Stadt Aalen, 06.09.2005