Der neue Reisepass wird teurer, soll aber mehr Sicherheit bringen

Ab 1. November wird der neue elektronische Reisepass eingeführt. Er enthält einen Chip, auf dem persönliche Daten und das Passfoto digital gespeichert werden.

Der „ePass“ ist aber nicht verpflichtend: Wer gerade erst einen Reisepass nach altem Standard bekam, kann ihn die üblichen zehn Jahre nutzen. Die alten Pässe bleiben gültig.

Für den neuen ePass ist eine Frontalaufnahme des Gesichts erforderlich. Bisher musste es ein Halbprofil sein (vgl. Anlage Fotomuster). Zunächst wird nur das Gesicht digital gespeichert, ab März 2007 auch die Abdrücke des rechten und linken Zeigefingers. Das soll eine sichere Identifizierung ermöglichen. Der ePass kostet 59 Euro (bisher: 26 Euro) und ist zehn Jahre gültig. Wer unter 26 Jahre ist, zahlt 37,50 Euro (bisher 13 Euro), bekommt aber nur einen fünf Jahre gültigen ePass. Die Preise gibt die Bundesdruckerei vor.

Bei Grenzkontrollen wird der ePass in ein Lesegerät gelegt. Der Besitzer stellt sich vor eine Kamera. Deren Bild wird elektronisch mit dem gespeicherten Foto verglichen. Der neue Pass soll aber zunächst nicht die übliche Personenkontrolle ersetzen.

Laut EU-Verordnung muss der ePass bis Mitte 2006 eingeführt werden. Die USA wollten sogar schon ab 26. Oktober 2005 alle Staaten, die keine biometrischen Pässe ausgeben, mit Visumpflicht belegen. Das soll nun aber erst ab 26. Oktober 2006 geschehen. Wer dann noch einen alten Pass hat, kann dennoch wie bisher ohne Visum einreisen, teilt die US-Botschaft mit. Der Pass muss aber maschinenlesbar sein. Das ist bei den weinroten Pässen der Fall, wo Foto und Personaldaten in Folie eingeschweißt sind.

Weitere Informationen zum neuen Reisepass sind im Internet unter www.aalen.de sowie unter der Internetadresse www.epass.de abrufbar.
© Stadt Aalen, 19.10.2005