Erfolgsrezept "Interkultureller Garten"

Die Bestellerinnen des Interkulturellen Gartens im Aalener Hirschbachtal haben in einem Projekt seit Frühjahr ihre angebauten Pflanzen, Kräuter, Früchte und Gemüse mit dem Fotoapparat festgehalten. Fotokarten mit besonders gelungenen Motiven wurden auf dem Tag der Region Anfang Oktober zum Verkauf angeboten und fanden reges Interesse.

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Die Idee des Fotografierens wurde von Christine Class, Projektleiterin des Projektes „Frauen, Gesundheit, Ernährung“ im interkulturellen Garten im April geboren. "Die Gärtnerinnen und Gärtner sollten mit der Fotografie unter Anleitung von Anita Rudolf ihre Gartenerzeugnisse aus einem anderen Blickwinkel betrachten lernen und so neue Details entdecken. Dadurch entsteht eine andere Beziehung zu den Pflanzen. Kreativität hebt außerdem das Selbstbewusstsein und mit gestärktem Selbstbewusstsein kann man sich leichter Themen nähern, mit denen man sich sonst nicht beschäftigen kann. Die Bewohner haben sich Wissen angeeignet, wie sie Kräuter nutzen können zum Wohle des Körpers. Das Wissen über Pflanzen kann in die Familie und in die Gesellschaft eingebracht werden und stärkt das Gefühl, in der Gesellschaft nützlich zu sein. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Integration."

Beim interkulturellen Erntedank am 2. Oktober wurden die Bilder präsentiert und der Garten vorgestellt. Die Aktiven haben ihre Beweggründe, Erfahrungen und Lernprozesse vorgetragen. Alle Besucherinnen und Besucher konnten ihren Favoriten unter den Bildern wählen. Das Bild mit den meisten Stimmen wurde verlost und von Rudolf Kaufmann gewonnen.
© Stadt Aalen, 19.10.2011
Beim interkulturellen Erntedank stellten die Hobbygärtnerinnen ihre Beete vor
"Die Beschäftigung mit dem Fotoapparat hat andere, wunderschöne Blickwinkel des interkulturellen Gartens hervorgebracht. Es freut mich besonders, dass Migrantinnen durch die Aktion ihr Selbstbewusstsein aufbessern konnten", freute sich Kaufmann.