Erschließung Schlatäcker mit GPS

Das Baugebiet Schlatäcker wird mit einer GPS-gestützten Satellitentechnik erschlossen. Erstmals setzt das mittelständische Unternehmen Roth aus Ellwangen diese Technik in dem neuen Aalener Baugebiet ein. Ansonsten wird das Hightech-Verfahren bei Großprojekten wie Flughafen- und Autobahnbau angewendet.

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Die Erschließungsstraße mit Rad- und Gehweg von der Ziegelstraße ins künftige Wohngebiet Schlatäcker ist schon erkennbar, die erste Schotterschicht ist eingebracht, der Kanal verlegt. Zwischen Hegelstraße und Walkstraße pflügt eine große Planierraube durch das Gelände. Wo sich jetzt noch Erdhaufen türmen, wird es künftig einen Rad- und Fußweg geben. Ohne Markierungen und mühsame Vermessung des Geländes vorab findet die Raupe mühelos den richtigen Weg. Zentimetergenau modeliert sie das Gelände und legt bei zwei Stundenkilometer Geschwindigkeit die Straße exakt in Quer- und Längsgefälle ins Gelände.
© Stadt Aalen, 27.03.2012
So funktioniert die neue Technik im Baugebiet Schlatäcker.Erklärungen von Bauleiter Tilo Schulz-Fröhlich (vl), Robert und Thomas Roth und Thomas MAyer vom Tiefbauamt der Stadt Aalen.

Navigation über sieben Satelliten

Möglich macht dies ein satellitengestütztes GPS-System. Die Planungsdaten, Höhen- und Geländeprofile erhält die Firma Roth vom Tiefbau-und Stadtmessungsamt der Stadt. Die genaue Position wird über sieben Satelliten ermittelt. Auf einem kleinen Display im Führerhaus der Planierraupe ruft der Straßenbauer die Daten ab, die Schaufel richtet sich automatisch danach aus und legt die Trasse zentimetergenau ins Gelände. Begeistert sind die Geschäftsführer Robert und Thomas Roth vom Einsatz der neuen Technik. "Zwei Tage Rüstzeit benötigen wir, um alle Daten einzuspeisen und die Baustelle vorzubereiten" erklärt der Seniorchef."Aber auf einer so großen Baustelle holen wir die Zeit wieder ein." Bis zum September soll die Erschließung von Schlatäcker I abgeschlossen sein, dann können die ersten Häuslebauer mit den Arbeiten beginnen.