Erster Aalener Betreuungsgipfel weist den richtigen Weg

Die Stadt Aalen ist vorbildlich, wenn es um die Qualität und den Ausbau der Kinderbetreuung geht. Das hat neben dem Kommunalverband für Jugend und Soziales (KVJS) auch der Betreuungsgipfel am Samstag, 14. März bestätigt.

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"Kinder richtig wichtig" unter diesem Motto stand die hevorragend organisierte Tagesveranstaltung des Amts für Soziales, Jugend und Familie. 90 Teilnehmer, darunter Vertreter der Kindergartenträger, der Kindertagespflege, der Schulen, der Hochschule und Pädagogischen Hochschule diskutierten auf der Basis der im November erhobenen Elternumfrage, den Prognosen der Bevölkerungsentwicklung und den gesetzlichen Rahmenbedingungen über die notwendigen Maßnahmen in der Kinderbetreuung.

Die umfassende Betreuung in den Schulferien wurde bereits umgesetzt und auch die geforderte landesweite Versorgungsquote für unter Dreijährige von 34 Prozent bis 2013 schreckt die Verantwortlichen nicht. Nach der aktuellen Elternumfrage liegt der Bedarf in Aalen bei 21 Prozent. Davon werden mit den 60 neuen Plätzen in St. Maria in Wasseralfingen, Maria Fatima in Unterkochen und St. Franziskus im Zochental bereits 14,3 Prozent in diesem Jahr erreicht.

Es gehe neben der Zahl der Plätze aber vor allem um die Qualität, betonte Sozialdezernent Wolf-Dietrich Fehrenbacher im Pressegespräch zum Betreuungsgipfel. "Und auch da war die Stadt Aalen schon immer innovativ und vorbildlich". 20 Millionen Euro investiere die Stadt 2009 in Bildung und Betreuung, inklusive Schuletat, ohne den Betrag für Jugendarbeit und Sportförderung. Der Schlüssel zum Erfolg in der Kinderbetreuung sei der Stellenschlüssel, so die einhellige Meinung. Das Land sei gefordert, mehr Geld zur Verfügung zu stellen.
© Stadt Aalen, 17.02.2009
Abteilungsleiter Klaus Hammer führt in die Thematik ein.

Geplante Einrichtung im Ostalbklinikum

Ein weiteres Thema des Betreuungsgipfels war die geplante Einrichtung im Ostalbklinikum mit zwei U3 und einer Kindergartengruppe. Grundsätzlich sollen dezentrale Strukturen erhalten und freiwerdene Kapazitäten umgenutzt werden. Begrüßt wurde der Vorschlag eines gemeinsamen Pools von Fachkräften, die bei Bedarf in allen Einrichtungen als Springer aushelfen könnten. Auch der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule soll durch engere Kooperationen erleichtert werden. Diese und weitere Ergebnisse des Betreuungsgipfels werden in einer Dokumentation zusammengefasst und zeitnah abgearbeitet, kündigte Fehrenbacher an. Im Zweijahresrhythmus soll die Elternumfrage neue Daten liefern und der Betreuungsgipfel wiederholt werden.