Erster Renaturierungsabschnitt vollendet Aal und Rombach werden für Storch und Frosch wieder attraktiv

Naturnaher, standortgerechter Raum für Mädesüß, Blutweiderich und Schwertlilie. Und auch der Eisvogel wurde schon wieder an der Aal gesichtet. Der erste Abschnitt der Renaturierung zwischen Brunnenstraße und der Zufahrt zur „Alten Gärtnerei“ ist abgeschlossen.

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Die Bachböschung wurde von standortfremden Gehölzen befreit, seichte Uferzonen bieten Tieren und Pflanzen neuen Lebensraum.
Seit Anfang der 90iger Jahre ist es Ziel des Aalener Landschaftsplans, die Gewässer in und um Aalen als Erlebnisraum aufzuwerten und als ökologische Verbindungslinien diesen Lebensraum zu aktivieren. An der Aal ist der erste Abschnitt für rund 160.000 € bis auf die Bepflanzung mit Erlen, Weiden und Kirschen im Herbst abgeschlossen, bis 2010 wird der zweite Teil bis zum Hochwasserrückhaltebecken Dürrwiesen folgen. Ein drei Meter breiter Erschließungsweg entlang der Aal soll als Rad- und Fußweg die Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Rombachtal herstellen.
Rombach hinter Neßlau im Urbett
Auch der Rombach darf sich hinter Neßlau wieder in seinem Urbett schlängeln. Das Gewässer wurde aus seinem in den dreißiger Jahren erstellten schnurgeraden Zwangsbett befreit. In weiten Schleifen mäandert der Bach künftig mit 0,4 Prozent Gefälle durch die Wiesen. Zwei Tümpel am Rande des Fließgewässers ergänzen die ökologische Vielfalt. Hier können sich Tiere und Pflanzen entfalten, die stehende Gewässer bevorzugen. Ein Storch hat auf den Wiesen, die nach Fertigstellung des Gewässers wieder extensiv bewirtschaftet werden, schon mal nach Fröschen Ausschau gehalten. Demnächst dürfte er gute Chancen haben.
© Stadt Aalen, 29.08.2008
Der Rombach hinter Neßlau darf sich wieder durch das Urbett schlängeln