„Es wurde Bemerkenswertes geleistet“

„Mut statt Wut“, unter diesem Titel hat die Initiative Sicheres Aalen, kurz ISA, im vergangenen Jahr einen Wettbewerb für Jugendliche ausgeschrieben, sich kreativ und künstlerisch mit dem Thema Gewalt auseinander zu setzen. Jugendliche konnte Projekte einreichen, welche das Ziel verfolgen, Gewaltdelikte in jeglicher Form zu verhindern und vorzubeugen.

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In Vertretung von Oberbürgermeister Martin Gerlach überreichte Sonja Fehrenbacher, die Geschäftsführerin von ISA und Leiterin des Rechts- und Ordnungsamtes der Stadt Aalen, heute, Montag, 15. Januar den prämierten Projektbeteiligten ihre Preise. Bei allen Einsendungen sei Bemerkenswertes geleistet worden, so Fehrenbacher.

Erster Preisträger sind die „Härtsfelder Flaschen“. Die fünf Jugendlichen haben Videofilme gedreht, die einzelne Gewaltdelikte beschreiben. Außerdem sind sie der Frage nachgegangen, wie Gewalt entsteht und was man dagegen unternehmen kann. Die Verantwortlichen des Projektes „Mut statt Wut“, darunter auch die Polizei und die Berufakademie Heidenheim, Studiengang Sozialmanagement, haben die Arbeit unter anderem deshalb mit dem ersten Preis ausgezeichnet, weil mehrere Methoden wie Film, Befragung und die Auswertung von Statistiken eingesetzt wurden. Als Preis erhielten sie für ihre Arbeit einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Die Videos stehen mittlerweile auch den Jugendsachbearbeitern der Polizei für ihre Präventionsarbeit an Schulen zur Verfügung

Des weiteren gab es zwei zweite Preisträger. Sie erhielten jeweils 250 Euro. Unter dem Titel „Starke Mädchen“ drehten Schülerinnen der Schillerschule Aalen Filmsequenzen, die zum Ausdruck bringen, dass sich Mädchen behaupten, selbstbewusst auftreten und solidarisieren sollen, um Gewalt zu verhindern. Außerdem können so mädchenspezifische Themen besser transportiert werden.

Jugendliche der Bohlschule haben zusammen mit der Schulsozialarbeiterin Eva Haenschke in einem Workshop mit einem Theaterpädagogen und vielen weiteren Terminen das Musical „Blue“ produziert. Mit dem Musical wurde das interkulturelle und schulartübergreifende Zusammenwirken der Schülerinnen und Schüler gestärkt. Die ISA hat deshalb dieses Projekt mit einem weiteren zweiten Preis ausgezeichnet.

Abschließend erklärte der Leiter der Polizeidirektion Aalen, Gerhard Wiest, wie wichtig solche Projekte gerade seien, um Gewalt zu verhindern. Je früher man mit der Gewaltprävention beginne, desto besser sei sie.
© Stadt Aalen, 15.01.2007