Esperanto-Kulturpreis zum zwölften Mal verliehen

Die Fame-Stiftung zur Förderung internationaler Verständigungsmittel hat gemeinsam mit der Stadt Aalen am Sonntag zum zwölften Mal den Aalener Esperanto-Kulturpreis verliehen. Den mit 3.000 Euro dotierten Preis erhielten das Ehepaar Halina Gorecka und Aleksandr Korzenkov für ihr Lebenswerk als Verleger und Schriftseller. Bereits seit drei Jahrzehnten engagieren sich die beiden, teilweise unter schwierigsten Bedingungen in der ehemaligen Sowjetunion für Esperanto und die damit verbundene Völkerverständigung.

In seiner Laudation würdigte der stellvertretende Vorsitzende der Fame-Stiftung den Mut und das Engagement des Verlegerehepaares. Den Esperantisten in aller Welt seien die Namen Gorecka und Korzenkov ein Begriff, der für Kultur und Literatur stehe. Beide haben ihren ursprünglichen Berufen als Diplomingenieure den Rücken gekehrt, um sich ganz dem Esperanto zu widmen. In ihrem Verlag haben sie wichtige Werke der Weltliteratur von Puschkin, Gogol, Tolstoi, Jules Verne und Tolkien verlegt und sie geben die weltweit erscheinende Zeitschrift "La ondo de Esperanto" heraus.
© Stadt Aalen, 11.10.2010

Drittgrößte Esperanto-Bibliothek in Aalen

In Vertretung von Oberbürgermeister Martin Gerlach begrüßte der Leiter der Aalener Stadtbibliothek, Michael Steffel die Gäste und den Preisträger, "der mit dem Bus durch halb Europa gefahren ist, um am diesem Treffen teilzunehmen". Mit der Esperanto-Bibliothek und einer sehr aktiven Esperantogruppe in Aalen trage die Fame-Stiftung den Namen Aalen in alle Welt. "Esperanto ist kein Selbstzweck, sondern bedeutet Völkerverständigung" betonte Steffel. Es sei schön, dass Aalen in dieses weltweite Netz eingebunden sei.