Eva Mattes – 40 Jahre Film- und Theatergeschichte

Einen spannenden Streifzug durch die deutsche Film- und Theatergeschichte präsentiert Eva Mattes in der Reihe „wortgewaltig 2018“. Am 18. März 2018 berichtet die beliebte Schauspielerin, die zum wiederholten Male in Aalen zu Gast ist, ab 20 Uhr in der Aalener Stadthalle aus ihrem Leben. Begleitet von Irmgard Schleier am Flügel, singt, liest und erzählt Mattes ihr „persönlichstes Programm“.

Eva Mattes
(© Hanna Mattes)

Mit 13 ist sie die deutsche Stimme von Timmy aus der Fernsehserie Lassie, wenig später die Synchronstimme von Pippi Langstrumpf. Mit 15 sieht man sie in Michael Verhoevens Antikriegsfilm o.k. zum ersten Mal auf der großen Kinoleinwand. Mit 16 sorgt ihre Rolle in Fassbinders Wildwechsel für den ersten deutschen Fernsehskandal. 1972 macht sie bei Kritik und Publikum Furore in der Hauptrolle der Beppi in der Uraufführung von Kroetz’ Stallerhof am Hamburger Schauspielhaus, 1976 steht sie dort als Desdemona in Peter Zadeks Othello im Mittelpunkt einer der größten künstlerischen Erschütterungen des deutschsprachigen Theaters.

Heute deckt sie als Konstanzer Tatort-Kommissarin Klara Blum spektakuläre Fälle im Dreiländereck auf. In den vergangenen Jahren hat sich die vielfach ausgezeichnete „Herzdame des deutschen Theaters und Films“ vor allem auch gemeinsam mit der Musikerin Irmgard Schleier einen Namen mit ihren Rezitations- und Liederabenden gemacht.

In ihrem neuen Programm erzählt und liest Eva Mattes, die „stille Königin unter den deutschen Vorleserinnen“ (FAZ) spannende Kapitel aus ihrem Leben, von Begegnungen mit Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Peter Zadek, Ulrich Wildgruber und anderen Größen aus Film und Theater, von künstlerischen und anderen Ereignissen, die Künstler und Öffentlichkeit gemeinsam bewegten.

Mit im Gepäck hat sie ein paar der schönsten Songs und Chansons von Marlene Dietrich, Hans Albers, Friedrich Hollaender, Kurt Weill, eingestreut italienische Volkslieder - unterhaltsame und nachdenkliche Zwischentöne an diesem Abend, der auch von einem langjährigen kulturpolitischen Engagement berichtet.

© Stadt Aalen, 07.03.2018