Fahrradfreundliche Kommune

Fürs Rad. Vor Ort.

Die Stadt Aalen will den Radverkehr nachhaltig voranbringen. Deshalb sind wir seit 2015 Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW).

Logo Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen
Logo AGFK (© Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen)

Gemeinsames Ziel des Landes Baden-Württemberg und der AGFK-BW: Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern und eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur etablieren. Das geht am besten im Team.

Als Mitglied des kommunalen Netzwerks profitiert Aalen vom Erfahrungsaustausch, zum Beispiel auf Fachseminaren oder bei Arbeitskreistreffen, und von der Arbeit der Geschäftsstelle, die das als Verein organisierte Netzwerk koordiniert. Außerdem können Synergien in Projekten genutzt werden.

Weitere Informationen, Kommunen, die auch bereits fest im Sattel sitzen, und aktuelle Projekte finden Sie auf den Internetseiten des Vereins: www.agfk-bw.de.

Was wurde bisher umgesetzt?

Schon seit vielen Jahren arbeitet die Stadt Aalen intensiv an einer Verbesserung der örtlichen Infrastruktur für den Radverkehr. Inbesondere in den letzten Jahren wurden gezielt Maßnahmen umgesetzt, so dass Aalen jetzt als eine der radfahrerfreundlichsten Städte der Region gelten kann. Die Anstrengungen der Stadt, fahrradfreundlicher zu werden, werden auch durch die Mitgliedschaft in der AGFK-BW nach außen dokumentiert. Gleichzeitig wird dadurch der interkommunale Erfahrungsaustausch intensiviert. Aalen verbindet mit der Mitgliedschaft die Hoffnung auf eine konzentriertere Interessenvertretung aller Kommunen hinsichtlich Radwegenetz-Ausbau auf Landes- und Bundesebene.

In den vergangenen Jahren wurde für die Verbesserung des Radverkehrs in Aalen einiges erreicht:

  • Das Radwegenetz wurde digitalisiert.
  • Am Bahnhof entstand ein gebührenfrei nutzbares Fahrradparkhaus.
  • Schaffung zahlreicher diebstahlsicherer Abstellmöglichkeiten für Fahrräder (Boxen, Ständer etc.)
  • Unfallschwerpunkte wurden entschärft, um das Radfahren in der Stadt sicherer zu machen.
  • Mit Schaffung einer Personalstelle und der Besetzung mit einem Fachingenieur wird das Thema Radwegenetz beim zuständigen Fachamt, dem Tiefbauamt, verortet und erhält damit ein angemessenes Gewicht.
  • Eine Fahrradmitnahme bei dem Busunternehmen Beck + Schubert ist für einen Preis von 1 Euro pro Rad ab 9 Uhr möglich.

Aktuelle Handlungsschwerpunkte

Die Stadt Aalen erarbeitet gemeinsam mit einem Fachbüro ein neues Mobilitätskonzept. Um einen möglichst großen Querschnitt der Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmer zu erhalten und möglichst viele Szenarien durchzuspielen, ist die gesamte Bürgerschaft in einen breiten Beteiligungsprozeß miteingebunden. Die weichen Verkehrsrouten sollen besondere Berücksichtigung finden (Model Split). Insbesondere der Radverkehr soll bei der Verkehrsführung eine stärkere Gewichtung bekommen. Das Radfahren soll generell im gesamten Stadtgebiet sicherer werden, Unfallschwerpunkte sollen ausgemerzt und der Diebstahlschutz verbessert werden.

Erste Maßnahmen sind bereits erfolgt, die zu einer grundsätzlichen Verbesserung der Infrastruktur beitragen, beispielsweise durch diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und die Einrichtung von Reparaturstationen.

Mit Beginn diesen Jahres wird der Abschnitt I des Radweges entlang des Flusses Kocher begonnen, der bis 2017 auf einer Länge von insgesamt 2,01 km für rund 1.050.000 € ausgebaut werden soll.

Weitere Maßnahmen sind:

  • Steigerung des Radverkehrs durch sichere, direkte und zügig befahrbare Radwege, Radstreifen und Radrouten, um für Radfahrern die Verkehrssicherheit zu steigern.
  • Beschilderung des bestehenden Radnetzes der Stadt Aalen erfolgt durch das Landratsamt Ostalbkreis. Es werden durch diese Maßnahme 822 neue Schilder und 164 neue Pfosten montiert.
  • Neubau eines kombinierten Geh- und Radwegs in der Ortsdurchfahrt Waiblingen im Zuge der K 3325 mit einer Länge von 730 m.     
  • Neubau eines kombinierten Geh- und Radweges zwischen Fachsenfeld und Dewangen entlang der K 3239 mit einer Länge von 423 m.   

Tourismus

  • Im touristischen Sektor soll das Marketing stärker auf Radfahrer ausgerichtet werden. Aktuell werden vom Touristik-Service individuelle Radtouren mit Übernachtungen auf Anfrage ausgearbeitet. Der Wunsch bei Buchung auch die individuelle Übernachtung mit einzuplanen, wird berücksichtigt.
  • Das örtliche Radwegenetz soll weiter in das Fernwegenetz von Baden-Württemberg eingebunden werden.
  • Die Aufnahme des örtlichen Radwegenetzes in die Aalener Geo App ist geplant.

Wie geht es weiter?

In Aalen arbeitet eine Arbeitsgruppe „Radverkehr“ intensiv daran, die Stadt Aalen in Zukunft zu einer der fahrradfreundlichsten Städte Baden-Württembergs zu machen. Hierzu sind folgenden Maßnahmen geplant:

  • Ausbau des bestehenden Netzes und Lückenschließung an Stellen, die sich aus der Digitalisierung ergeben haben. 
  • Planung und Neubau eines Geh- und Radweges entlang der L 1080 von Aalen Waldhausen nach Beuren mit einer Länge von 995 Metern.
  • Variantenuntersuchung, wie die Ortsteile Ebnat und Waldhausen an das Stadtgebiet Aalen angeschlossen werden können.
  • Verbesserung der Beförderung von Fahrrädern im örtlichen ÖPNV-Netz nach standardisierte Vorgaben.
  • Bessere Anbindung an den Bahnhof in Aalen für die Radsportler in der gesamten Region schaffen.
  • Verstärkte Radwegevernetzung der sieben Ortsteile von Aalen
  • Interkommunale Vernetzung werden angestrebt - auch im Hinblick auf die Remstalgartenschau
  • Im touristischen Sektor sollen die Angebote für Übernachtungsmöglichkeiten für Radfahrer verbessert werden.
  • Verstärkte zielgruppenorientierte Werbung in entsprechenden Radfahrerforen und Medien schalten.

Zugehörige Einrichtung

Tiefbauamt
Rathaus
Marktplatz 30
73430 Aalen
Tel.: 07361 52-1304
Fax: 07361 52-1903
E-Mail: tiefbauamt@aalen.de